Drei neue Wirtschaftsparks im Ybbstal. Fünf Ybbstalgemeinden schaffen Betriebsgründe in Hollenstein, Opponitz und Waidhofen.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 11. September 2019 (03:43)
Kössl
Bürgermeister Werner Krammer (Waidhofen), Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer, Wirtschaftskammer-Bezirksobmann Gottfried Pilz, HMW-Geschäftsführer Gottfried Dallhammer, Bürgermeister Gerhard Lueger (Ybbsitz), Landesrätin Petra Bohuslav, Bürgermeisterin Manuela Zebenholzer (Hollenstein), Bürgermeisterin Birgit Krifter (St. Georgen am Reith), Bürgermeister Johann Lueger (Opponitz) und Nationalratsabgeordneter Andreas Hanger (Wirtschaftspark Ybbstal) (v.l.) feierten zehn Jahre Wirtschaftspark Ybbstal.

Zehn Jahre ist es her, dass die Wirtschaftspark Ybbstal GmbH gegründet und ein interkommunaler Wirtschaftspark in Haberlehen in Ybbsitz aus dem Boden gestampft wurde. Mittlerweile ist die Fläche voll. Mit der Härterei Michael Welser (HMW) sowie den Firmen duomet, Seisenbacher und IMC befinden sich vier Firmen mit insgesamt 200 Mitarbeitern auf dem Areal.

Nun wollen die fünf am Wirtschaftspark beteiligten Gemeinden Waidhofen, Ybbsitz, Opponitz, Hollenstein und St. Georgen/Reith den nächsten Schritt setzen und drei weitere interkommunale Betriebsgebiete im Ybbstal realisieren. Entstehen sollen diese auf den Steinauergründen und gegenüber der Firma Bene in Waidhofen, beim Ochsenloch in Opponitz und in Kleinhollen-stein. Am weitesten gediehen ist das Projekt in Hollenstein, es befindet sich bereits im Stadium der Flächenwidmung.

„Der Wirtschaftspark Ybbstal hat sich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt.“Nationalratsabgeordneter Andreas Hanger (ÖVP)

Im Zuge dieser Neuentwicklung möchten die fünf Gemeinden nun auch einen neuen Schlüssel zur Aufteilung der Kommunalsteuer ausarbeiten. Damit soll ein noch stärkerer Ausgleich zwischen strukturschwachen und strukturstärkeren Gemeinden erfolgen. Bis Jahresende soll dieser Schlüssel in den Gemeinderäten beschlossen werden.

Am Mittwoch der Vorwoche wurden die Pläne für die drei neuen Wirtschaftsparks im Beisein von Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav, der fünf Ortschefs sowie des Geschäftsführers des Wirtschaftsparks Ybbstal, des Nationalratsabgeordneten Andreas Hanger, bei einer Regionalkonferenz in den Räumlichkeiten der Firma HMW im Wirtschaftspark präsentiert. Die Gemeinderäte aller fünf Gemeinden sowie zahlreiche Wirtschaftstreibende waren dazu geladen.

Arbeitsplätze und ökologische Komponente

Die Schaffung von Arbeitsplätzen sei ganz wesentlich, um die Leute im Ort zu behalten und Abwanderung zu verhindern, waren sich die Ybbstaler Bürgermeister einig. Berücksichtigt werden solle aber auch die ökologische Komponente. Auf dementsprechende Lösungsansätze ging Stefanie Enengel von Knollconsult dann in ihrem Referat ein. Johannes Wischenbart von NÖ.Regional sprach zum Thema „Wirtschaft und öffentlicher Verkehr“, ecoplus-Experte Andreas Kirisits präsentierte Unterstützungsleistungen durch die ecoplus und Raumplaner Herfrid Schedlmayer gab erste Einblicke in die vier Erweiterungsflächen.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch auf vergangene Erfolge und abgeschlossene Projekte zurückgeblickt (siehe Infobox). „Der Wirtschaftspark hat sich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt“, freute sich Wirtschaftspark-Geschäftsführer Hanger.

Grundlage für diese positive Entwicklung sei das „Vertrauen zueinander und die hohe Kooperationskultur in der Region“, bestätigte Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer, stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Landes-Wirtschaftsagentur ecoplus. Landesrätin Petra Bohuslav gratulierte: „Der Wirtschaftspark Ybbstal hat Vorzeigecharakter und verdeutlicht, was Gemeinden miteinander schaffen können. Ich freue mich, dass diese überaus erfolgreiche Kooperation in die nächste Runde geht.“