Stockner ist neuer Orts-Vize in Ybbsitz. Nachdem Anton Teufl überraschend zurückgetreten ist, wurde Georg Stockner zum Nachfolger gewählt.

Von Leo Lugmayr. Erstellt am 24. Februar 2021 (05:47)
Bürgermeister Gerhard Lueger (rechts) stellt die Weichen im Gemeinderat neu: Michaela Pechhacker übernimmt den Ausschuss Ländlicher Raum, Wasserversorgung und Feuerwehr, Georg Stockner folgt Anton Teufl als Vizebürgermeister nach und behält den Ausschussvorsitz Infrastruktur.
Lugmayr

Die Überraschung war im Jänner groß gewesen, als Vizebürgermeister Anton Teufl ohne Vorankündigung sein Amt und sein Gemeinderatsmandat zurückgelegt hatte. Teufl hatte Differenzen zur Landes- und Bundespolitik als Gründe für sein Ausscheiden genannt und hatte sich mit den Maßnahmen in der Corona-Politik nicht einverstanden gezeigt.

Einstimmig wählte der Gemeinderat am Montag an seiner Stelle Georg Stockner, ebenfalls ÖVP, der wie Teufl aus dem Bauernbund kommt. „Mit Stockner haben wir eine gute Wahl getroffen“, sagte Bürgermeister Gerhard Lueger nach der Wahl. Stockner gilt als konziliant, besonnen und zielstrebig und wird wie vor ihm Teufl im Ressort Infrastruktur den Vorsitz führen.

Als geschäftsführende Gemeinderätin rückt Michaela Pechhacker nach, die damit eine steile politische Karriere markiert. Sie war erst im Vorjahr auf einem Bauerbund-Ticket in den Gemeinderat eingezogen. Sie wurde wie Stockner einstimmig gewählt. Sie übernimmt von Stockner den Ausschuss Ländlicher Raum, Wasserversorgung und Feuerwehr.

Stockner kann auf viel Erfahrung verweisen. Er gehört bereits seit zwölf Jahren dem Gemeinderat an.

Wassergenossenschaft Finanzierung steht

In der Gemeinderatssitzung, die aus Gründen der Corona-Abstandsregeln in der geräumigen Aula der Mittelschule stattfand, wurde ein wichtiges Projekt der Wasserversorgung finanziell auf den Weg gebracht. Dabei werden 22 Ybbsitzer und weitere 15 Waidhofner Gehöfte im Bereich Arzberg-Schwarzenberg mit Wasser aus Waidhofen erschlossen.

„Die Höfe leiden in den immer trockeneren und heißeren Sommern zunehmend an Wasserknappheit und sind auf Versorgungsfahrten der Feuerwehr angewiesen“, sagt Lueger. Den Anschlusswilligen war eine Deckelung ihrer Anschlusskosten in der Höhe von 15.000 Euro pro Haushalt zugesagt worden. Nachdem nun die Erschließungskosten rund 18.500 Euro pro Haushalt betragen werden, übernimmt die Gemeinde den Kostenüberhang.

Zusätzlich geht die Gemeinde jenen zehn Höfen, die vorerst noch nicht anschließen wollen, in Vorleistung, weil eine spätere Erschließung deutlich teurer kommen würde.

Der Wasserleitungsbau schlägt sich daher im Gemeindebudget mit einer Ausgabe von 201.732 Euro zu Buche.

Bundesstraße B 22 wird entschärft

Die Bundesstraße B 22 wird zwischen dem Getreidemühlenhändler Reisinger und der Firma Riess vom Land NÖ neu gestaltet.

Das entsprechende Budget von 490.000 habe die Straßenbauabteilung des Landes für das laufende Jahr vorgesehen, teilte Bürgermeister Lueger dem Gemeinderat mit. Damit wird die unübersichtliche Kurve beim Haus Reisinger und deren Zufahrt entschärft.

Sieben Leuchten für Geh- und Radweg

Mit sieben Leuchten wird künftig der Geh- und Radweg zwischen dem Parkplatz beim Sporthaus und den Firmen Fuchs und Seisenbacher erleuchtet sein.

Die Kosten für fünf Leuchten (15.000 Euro) werden die beiden Metallbetriebe tragen und im Gegenzug die Parkplätze für ihre Mitarbeiter nützen können. Zwei der Leuchten finanziert die Gemeinde. Kostenpunkt: 8.000 Euro. Auch die Wartung der Leuchten wird die Gemeinde übernehmen, beschloss der Gemeinderat.