Opponitz: Blick von „Kanzel“ ist wieder frei

Tourismusverein Opponitz erneuerte und verbreiterte Steig zu historischer Warte und stellte Aussicht wieder her.

NÖN Redaktion Erstellt am 10. Oktober 2021 | 06:36
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Die freiwilligen Helfer des Tourismusvereins Opponitz erneuerten den Steig zur „Molterer Aussichtskanzel“.
Foto: Tourismusverein

Engagierte Mitglieder des Tourismusvereins greifen jedes Jahr – auf Initiative des ehemaligen Obmanns Rudi Kefer – zu ihren Werkzeugen, um die Wanderwege rund um Opponitz instand zu halten. Heuer nahmen die freiwilligen Helfer die Sanierung der „Molterer Aussichtskanzel“ in Angriff.

Diese Aussichtswarte wurde während des Baus der Ybbstalbahn (1890–1896) errichtet. Bauarbeiter nützten die Kanzel, um dort ihre Freizeit zu verbringen. Aber auch amtliche Inspektoren der damaligen k. u. k. Bahnaufsichtsbehörde verwendeten die Kanzel als Kontrollposten. Sie konnten von hier den Bauabschnitt der Ybbstalbahn vom Bauernhaus Rinnwag bis zum nördlichen Tunneleingang genau beobachten.

Im Verlauf der nächsten Jahrzehnte war die Kanzel oft dem Verfall preisgegeben. In den Nachkriegsjahren wurde dieses Ausflugsziel durch Roman Molterer wieder begehbar gemacht und somit vor dem Verfall gerettet. Im Sommer 1986 wurde die Kanzel dann durch freiwillige Helfer des Fremdenverkehrsvereins vollständig neu errichtet und mit einer eisernen Stiege versehen. 2006 gestaltete die Opponitzer Landjugend im Zuge eines „Projektmarathons“ die historische Stätte und den Aufstieg zur Kapelle neu. Im heurigen Spätsommer stand schließlich die nächste Sanierung des Ausflugsziels durch den Tourismusverein an: Die Helfer gruben den Steig teilweise neu und verbreiterten ihn. Außerdem wurde der Kanzelfelsen von sichtbehindernden Stauden befreit und so die ursprüngliche Aussicht wieder hergestellt.