Breitband für das Obere Ybbstal . Vergangene Woche informierten Gemeindevertreter, nöGIG und IKW über das Glasfaserinfrastrukturprojekt. Unterlagen für Infrastrukturbestellungen ab sofort erhältlich.

Erstellt am 31. Oktober 2016 (09:09)
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Egon Sonnleitner, Igor Brusic (nöGIG), Breitbandkoordinatorin Birgit Weichinger, Nationalratsabgeordneter Andreas Hanger, Bürgermeister Johann Lueger, Wolfgang Voglauer (IKW), Vizebürgermeister Ernst Steinauer, Armin Sonnleitner und Tatjana Stangl (v.l.) informierten die Gemeindebürger in Opponitz über den Breitbandausbau.
NOEN, Gemeinde

Das Ybbstal ist eine von vier Pilotregionen in Niederösterreich, in denen in den nächsten Jahren von der NÖ Glasfaserinfrastrukturgesellschaft (nöGIG) ein öffentliches Glasfaserinfrastrukturnetz aufgebaut werden soll.

Die Voraussetzung für einen Glasfaseranschluss ist, dass sich mindestens 40 Prozent der Haushalte in der jeweiligen Gemeinde sowie die Betriebe im Ybbstal zur Nutzung eines solchen Anschlusses bereit erklären (die NÖN berichtete, siehe unten).

Zurzeit werden in jeder Gemeinde Infoveranstaltungen abgehalten, um die Gemeindebürger über Vorteile eines Glasfaseranschlusses, Baufortschritt sowie Kosten zu informieren. In den Gemeinden Opponitz und Göstling sowie in Hollenstein fanden die ersten Infoveranstaltungen dieser Art bereits statt.

Viele Gemeindebürger nutzten die Chance, sich beim Prokuristen der nöGIG Igor Brusic, der Breitbandkoordinatorin Birgit Weichinger und bei Wolfgang Voglauer von der Firma IKW zu informieren und offene Fragen zu klären.

Teletronic und Cosys als derzeitige Anbieter

Die nöGIG will ein flächendeckendes Glasfaserinfrastrukturnetz schaffen, um Betriebe, öffentliche Einrichtungen und Privatpersonen mit einem schnellen und stabilen Internetanschluss zu versorgen. Bis 31. Dezember liegt der Kostenbeitrag pro Haushalt bei 200 Euro für die Herstellung einer Infrastruktur, danach muss mit 600 Euro gerechnet werden.

Derzeit liegen Angebote der beiden Dienstanbieter Teletronic aus Schwechat und Cosys aus Grein vor. Beide Anbieter offerieren eine Internetgeschwindigkeit von 100 Mbit pro Sekunde für 19,90 Euro pro Monat in den ersten drei Monaten und danach um 36,90 Euro.

Zudem wird eine einmalige Anschlussgebühr von 99 Euro eingehoben. „Die Erfahrung in den anderen Pilotregionen hat jedoch gezeigt, dass im Laufe der Zeit noch weitere Dienstanbieter dazukommen“, so Igor Brusic.

Weitere Infos auf den Gemeindeämtern

Im nächsten Schritt sind nun die Gemeindebürger bzw. die Betriebe gefordert, Infrastrukturbestellungen für die Glasfaserleitung am jeweiligen Gemeindeamt abzugeben. Nachdem die erforderliche Quote von 40 Prozent aller Haushalte einer Gemeinde erreicht ist, werden die nächsten Schritte – also Detailplanung, Ausschreibung und Bau – festgelegt.

„Durch den Breitbandausbau ergibt sich eine Aufwertung sowie eine Stärkung des ländlichen Raumes. Das Glasfaserprojekt ist eine einmalige Chance für die Region. Ich hoffe, dass viele Bürger diese auch nutzen werden“, so Nationalratsabgeordneter Andreas Hanger bei der Infoveranstaltung in Opponitz.

„Das Internet wird uns auch in den kommenden Jahrzehnten begleiten und es wird notwendig sein, dass wir vor Ort eine bestmögliche Infrastruktur errichten, um die unbegrenzten Möglichkeiten des Internets nutzen zu können“, ergänzte Opponitz’ Bürgermeister Johann Lueger.

Weitere Informationen zum Glasfaserinfrastrukturprojekt bzw. Unterlagen sind auf den jeweiligen Gemeindeämtern erhältlich. Auch weitere Infoveranstaltungen in der Region sind noch geplant (siehe unten).

Nächste Termine

St. Georgen/Reith: Samstag, 5. November, 17 Uhr, Gemeindesaal