Schulen unter der Lupe. Polytechnische Schule soll in Zukunfts-Campus auf Zell siedeln. Schulrochaden stehen im Raum. Stadt prüft Möglichkeiten, um vorhandene Schulgebäude besser zu nutzen.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 19. September 2018 (04:00)
Kössl
Das Schulzentrum in der Plenkerstraße platze aus allen Nähten, sagt Bürgermeister Werner Krammer. Es herrsche Handlungsbedarf. Die Stadt prüft deshalb nun Möglichkeiten, um die vorhandene Schulinfrastruktur besser zu nutzen. Fix sei aber noch nichts, stellt der Stadtchef klar.

In den nächsten fünf Jahren soll der geplante Zukunfts-Campus am alten Bene-Areal auf der Zell Realität werden. Angedacht ist, dass darin auch die Polytechnische Schule, die sich derzeit im Schulzentrum in der Plenkerstraße befindet, untergebracht werden soll. Die NÖN berichtete.

Gemunkelt wird in Waidhofen derzeit aber auch über weitere Schulstandortverlegungen bzw. Schulzusammenlegungen – etwa, dass die Volksschule Zell zur Volksschule in die Plenker-straße wandern soll und die Wirtschaftsmittelschule dafür auf die Zell zur Sportmittelschule. Die NÖN wollte wissen, was dran ist an dem Gerede, und fragte bei Bürgermeister Werner Krammer nach.

Stadtchef: Schulzentrum platzt aus allen Nähten

Man denke derzeit über die Zukunft des Schulstandortes Waidhofen nach, sagt dieser. Fix sei aber noch nichts. „Tatsache ist, dass das Schulzentrum in der Pocksteinerstraße derzeit aus allen Nähten platzt“, sagt Krammer.

„In den nächsten Jahren herrscht da Handlungsbedarf.“ Die angedachte Verlegung der Polytechnischen Schule in den Zukunft-Campus auf der Zell nehme man nun zum Anlass, um sich die jetzige Struktur anzusehen und zu überlegen, wie man die Schulinfrastruktur künftig besser nutzen könnte.

Es gebe heutzutage nun mal andere Anforderungen an ein Schulgebäude als noch in jener Zeit, als die Waidhofner Schulen errichtet wurden, meint der Stadtchef. Der Unterricht habe sich verändert und damit die Kriterien, die ein Schulgebäude erfüllen müsse. So mache es etwa Sinn, neue Aufgaben wie die Nachmittagsbetreuung im Pflichtschulbereich künftig eventuell gemeinsam zu lösen.

„Wir wollen die Schule als Institution verbessern und damit setzen wir uns jetzt einmal grundsätzlich auseinander“Bürgermeister Werner Krammer

„Wir wollen die Schule als Institution verbessern und damit setzen wir uns jetzt einmal grundsätzlich auseinander“, sagt Krammer. Vergangene Woche lud der Stadtchef deshalb die Direktoren und Schulleiter der städtischen Bildungseinrichtungen zu einem Schulgipfel. „Damit haben wir den Prozess angestoßen. Nun geht es darum, sich verschiedene Möglichkeiten, wo es in den nächsten fünf Jahren hingehen könnte, anzuschauen und darüber zu befinden, ob diese Möglichkeiten gut oder schlecht sind. Derzeit gibt es da noch keinen Befund.“

Neben der Schulstruktur solle im Zuge dieses Prozesses auch der Frage nachgegangen werden, wie man den Schulstandort Waidhofen verbessern und attraktiver gestalten könne, sagt Krammer. „Es geht um die Frage, was Waidhofen als Schulstandort auszeichnet und wie man sich als Schulstadt noch besser profilieren kann.“

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