Waidhofner zerquetschte sich Hand: Genesung verläuft gut

Erstellt am 25. Mai 2022 | 05:54
Lesezeit: 2 Min
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Unfall- und Mikrochirurg Michael Pollak (rechts) ist mit dem Heilungsprozess der Hand des 38-jährigen Waidhofners (links) zufrieden.
Foto: KUK
Linzer Ärzte retteten 38-jährigem Waidhofner im Februar nach schwerem Unfall in neunstündiger Operation die zerquetschte rechte Hand.
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Einen schweren Arbeitsunfall erlitt ein 38-jähriger Waidhofner am 14. Februar dieses Jahres. Bei Arbeiten an einer Baggerschaufel ging das Gerät plötzlich zu, dem Mann wurden die komplette Mittelhand sowie sämtliche Finger der rechten Hand ab dem Handgelenk gebrochen, Sehnen, Gefäße und Nerven wurden zerquetscht und zerrissen.

Obwohl bei einer derart schweren Verletzung normalerweise nur noch eine Amputation im Raum steht, gelang es den beiden Unfall- und Mikrochirurgen Michael Pollak und Andreas Kastner vom Universitätsklinik für Orthopädie und Traumatologie am Kepler Universitätsklinikum in Linz, in einer fast neunstündigen Operation gemeinsam mit einem hochspezialisierten OP-Pflegeteam die rechte Hand des Waidhofners zu retten. Die NÖN berichtete.

Rund drei Monate nach dem sensationellen Eingriff geht es dem Patienten den Umständen entsprechend gut. „Die Durchblutungssituation an der gesamten rechten Hand ist bis zu den Fingerspitzen ausgezeichnet“, berichtet Chirurg Pollak. „Die knöchernen Strukturen sind soweit stabil verheilt und die Wundheilung ist nun, nach relativ aufwendiger Wundbehandlung mit Spezialverbänden, Lasertherapie etc., fast vollständig abgeschlossen. Glücklicherweise hat sich bisher keine Infektion entwickelt.“

In der Hand seien noch Gefühlsstörungen vorhanden, ergänzt Chirurg Kastner. „Auch sind die Finger in der Bewegung noch eingeschränkt, weil es durch Weichteilschäden häufig zu Verklebungen von Sehnen kommt.“

Regelmäßige Ergotherapie für Genesung wichtig

Die beiden Ärzte sind jedoch optimistisch, dass die genannten Probleme in einigen Monaten mittels rekonstruktiver Operationen verbessert werden können. Bis dahin stehen beim 38-Jährigen regelmäßige ergotherapeutische Übungen für Finger und Hand unter Anleitung von Ergotherapeutin Natalie Stiftinger am Programm.

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