Ruhiger Jahres-Ausklang im Ybbstal

Aktualisiert am 29. Dezember 2021 | 04:15
Lesezeit: 4 Min
Viele Menschen verbringen heuer Silvester gemütlich im kleinen Freundes- oder Familienkreis. Musiker vermissen Auftritte.
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Silvester ist eine Gelegenheit, die vergangenen zwölf Monate Revue passieren zu lassen und sich zu fragen, welche Erwartungen man an das kommende Jahr hat. Die NÖN hat sich bei Vertretern aus Sport und Kultur umgehört, wie sie heuer Silvester feiern und welche Wünsche und Vorsätze sie für 2022 haben.

Der Waidhofner Läufer und Lauftrainer Milan Eror wird heuer das neue Jahr im Trainingslager an der Algarve begrüßen und freut sich auf die wärmeren Temperaturen: „Es ist natürlich eine außergewöhnliche Situation mit Corona, aber ich hoffe, dass wir um Mitternacht am Atlantikstrand in der freien Luft, wo es nicht so kalt ist, anstoßen können.“ Nach einem für seine Läufer sehr erfolgreichen Jahr sind auch seine Wünsche für das kommende Jahr von der Leidenschaft für den Laufsport geprägt: „Ich wünsche mir, dass wir die Situation als Chance nutzen können, um in Ruhe zu trainieren, und dass meine Athleten gesund bleiben und Freude am Laufen haben. Ich hoffe, dass nicht zu viele Meisterschaften und Wettkämpfe abgesagt werden müssen.“

Für viele Musiker war Silvester vor der Pandemie eine sehr arbeitsintensive Zeit, so auch für den Waidhofner Pianisten und Musikschullehrer Karl Schaupp: „Vor der Pandemie habe ich zu Silvester meistens in Tirol gespielt. Das ist derzeit sowieso nicht möglich, also werde ich das ganz gemütlich, zuhause bei meinem Vater, gestalten.“ Schaupp verzichtet zu Silvester auf Feuerwerk, hat aber einen anderen Knalleffekt parat: „Ich setze der Silvesterknallerei gern einen Kontrapunkt. Ich gehe auf den Balkon, wenn gerade alle die Raketen schießen und lasse ein Papiersackerl zerplatzen. Das ist dann der Willkommensknall meinerseits an das neue Jahr.“ Zu seinen Wünschen und Hoffnungen für das kommende Jahr meint Schaupp: „Ich würde mir wünschen, dass endlich der Blödsinn aufhört und uns weltweit das Virus verlässt, sodass wir wieder zur Normalität zurückkehren können. Persönlich bin ich aber zufrieden, wenn alles so bleibt, wie es ist.“

Gemütliches Silvester zuhause statt großer Partys

Auch Alicia Edelweiss, Sängerin, Musikerin und Songwriterin mit Waidhofner Wurzeln, hat sich vorgenommen, das Jahr geruhsam ausklingen zu lassen: „Ich werde mir was Gutes kochen und es mir gemütlich machen mit Musik und Kerzen. Dann werd ich mich bemalen, verkleiden, die Zimmer ausräuchern und ein kleines Ritual machen, wo ich mich für die schönen Erlebnisse und Begegnungen und für alles, was ich im letzten Jahr gelernt habe, bedanke. Und ich werde meine Wünsche und Träume für die Zukunft aussprechen und vielleicht auch aufschreiben. Also keine große Party für mich, ich werd auch eher früher schlafen gehen.“ Auf ihre Wünsche und Vorsätze für das kommende Jahr angesprochen, meint Edelweiss: „Ich wünsche mir, dass ich die Balance zwischen Arbeit und Entspannung besser zu meistern lerne. Weiters nehme ich mir vor, nicht mehr so hart mit mir zu sein, wenn Pläne sich nicht so herausstellen, wie ich es möchte, sowie mehr Geduld und Gelassenheit und die Akzeptanz, dass Träume einfach länger dauern, um sich zu manifestieren.“

Opernregisseurin Anna Katharina Bernreitner freut sich auf Silvester im Kreis der Familie: „Am Nachmittag machen wir meistens ein kleines Lagerfeuer und reden darüber, was im vergangenen Jahr schön und auch nicht so schön war. Am Abend wollen wir dieses Jahr Karaoke singen, weil meine Tochter ganz begeistert von Starmania war. Die Kinder üben dafür schon, ich habe mich aber noch gar nicht darauf vorbereitet.“ Bernreitners Neujahrswünsche sprechen sicher vielen aus dem Herzen: „Für 2022 hoffe ich, dass wir zu einem Leben zurückfinden, das uns wieder mehr Stabilität ermöglicht. Ich vermisse es, dass wir uns auf etwas verlassen können und uns somit auch nicht mehr so einfach auf Geplantes freuen können.“

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