Skigebiet Forsteralm ist insolvent

Erstellt am 15. April 2020 | 12:09
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Schneearmer Winter führte zu Umsatzeinbruch. Weiterführung wird angestrebt.
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Das Skigebiet Forsteralm an der Grenze zwischen Nieder- und Oberösterreich ist insolvent. Am Dienstag wurde beim Landesgericht Steyr ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung über die Forsteralm Betriebs GmbH eröffnet. Derzeit sind keine Dienstnehmer beschäftigt.

Oberstes Ziel sei die Fortführung des Liftbetriebs im Winter 2020/2021 und in den Folgejahren, heißt es in einer Aussendung der Betreibergruppe. Die wirtschaftliche Schieflage sei auf die miserable Schneesituation in der aktuellen Wintersaison 2019/2020 zurückzuführen.

Hanger vorübergehend Geschäftsführer

Seit 2016 ist die Forsteralm Betriebs GmbH für den operativen Betrieb des Skigebiets zuständig. Die Ennstaler und Ybbstaler Gemeinden, die über die Ennstal-Ybbstal Infrastruktur GmbH im Besitz der Liftanlagen sind, wollen nun Umstrukturierungen einleiten. Für die geplante Sanierung des Unternehmens hat Nationalratsabgeordneter Andreas Hanger vorübergehend die Geschäftsführung übernommen. 

Gebildet wurde die Forsteralm Betriebs GmbH im Sommer 2016, als das Familienskigebiet zischen Gaflenz und Waidhofen vor dem Aus stand. In einem länderübergreifenden Schulterschluss sicherten die Ybbstaler Gemeinden Waidhofen, Ybbsitz, Opponitz und Hollenstein sowie die Ennstaler Gemeinden Gaflenz, Weyer, Maria Neustift und Großraming die Infrastruktur.

Die privaten Investoren Manfred Großberger, Wolfgang Resch und die Sportunion Waidhofen übernahmen im Rahmen der Forsteralm Betriebs GmbH den Liftbetrieb. Mit Hilfe einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne und der Unterstützung der Länder Oberösterreich und Niederösterreich wurde in Folge die Beschneiungsanlage modernisiert. Zuletzt wurde zusätzlich eine Flutlichtanlage im Skigebiet installiert.

Eigentümer der Liftanlagen und der neuen Beschneiungsanlage ist die Enns- und Ybbstal Infrastruktur GmbH, diese Anlagen sind vom Sanierungsverfahren nicht betroffen.

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