Eindrucksvolle Klänge in der Basilika

Erstellt am 12. August 2022 | 04:16
Lesezeit: 2 Min
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Vor der mobilen Sakralorgel: Angelika Reiner, Alfred Halbartschlager und Julia Heigl (von links).
Foto: Bubenik
Alfred Halbartschlager musizierte beim Orgelmittag in Sonntagberg auf mobiler Sakralorgel.
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Am 7. August waren die Augen der Besucher des Orgelmittags nicht bloß auf die Künstlerinnen und Künstler gerichtet, sondern auch auf die dreimanualige mobile Sakralorgel, die Alfred Halbartschlager aufgebaut hatte. Auf ihr spielt man wie auf einer großen Orgel, der Ton kommt aus riesigen Lautsprechern.

Der Organist begann mit J. S. Bachs Präludium in C und setzte damit gleich das Zeichen für dieses Konzert. Wuchtig und mächtig klang es in diesem Raum, ja der Klang war berauschend, auch wenn er elektronisch erzeugt wurde.

Im zweiten Werk kamen dann die Frauen zu Wort: Angelika Reiner mit ihrer Blockflöte und die Sopranistin Julia Heigl. Die Flötistin gestaltete mit wunderschönem Ton und einem betörenden Klang ihren Part begleitend, konzertierend, immer faszinierend. Reiner ist eine außerordentliche Künstlerin, die die Blockflöte beherrscht und einen Ton entwickelt, der nicht nur schön, sondern auch einschmeichelnd und elegant ist. Heigl hat eine volle, schöne Sopranstimme, die in der Höhe glockenrein, weich und glasklar klingt. Die Verzierungen der Barockmeister und die Koloraturen kommen leicht herüber.

Zum prächtigen Schluss trug die Toccata aus der 5. Orgelsinfonie von Charles-Marie Widor bei. Es rauschte, es stampfte, es jubelte und endete in wunderschön klingenden Harmonien furios.

Am Sonntag, 14. August, 12 Uhr, gestaltet Bruno Oberhammer das Orgelmittagkonzert. Auf dem Programm stehen Werke aus dem Ochsenhausener Orgelbuch sowie von J. Pachelbel und J. K. Kerll.

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