Baustart für ein Großprojekt in Hollenstein. Rathaus in Hollenstein wird generalsaniert. Offizieller Baustart am 12. Juni.

Von Lisa Hofbauer. Erstellt am 13. Juni 2019 (02:23)
Lisa Hofbauer

Ein bauliches Großprojekt steht in den kommenden eineinhalb Jahren in der Gemeinde Hollenstein an: Das über 400 Jahre alte, denkmalgeschützte Rathaus wird generalsaniert. Dafür erfolgte am vergangenen Freitag der Spatenstich. „Ich bin sehr glücklich, dass wir das Bauprojekt jetzt in Angriff nehmen können. Unser Rathaus ist schon in die Jahre gekommen – sowohl innen, als auch außen – und eine Sanierung ist dringend notwendig“, sagte Bürgermeisterin Manuela Zebenholzer bei der Spatenstichfeier.

Im Jahr 2017 entschloss sich der Gemeinderat, die Restaurierung in Angriff zu nehmen. Am 12. Juni wurde die Baustelle nun offiziell eingerichtet. „Wir haben alle notwendigen Bewilligungen bekommen. Nach Pfingsten werden offiziell die Aufträge an die bauausführenden Firmen vergeben“, sagte Zebenholzer.

Gemeindeamt wird barrierefrei

Das Hollensteiner Rathaus wird sowohl innen als auch außen generalsaniert. Ein Aufzug soll eingebaut werden, um das Gebäude barrierefrei zu machen. Im zweiten Stock wird ein Mehrzwecksaal errichtet, der sowohl für Sitzungen als auch für Trauungen und Feierlichkeiten genutzt werden kann, im ersten Stock werden die Büroräumlichkeiten eingerichtet. Die Bücherei wird ins Erdgeschoß verlegt, um für die Bürger leichter zugänglich zu sein, und die offenen Bereiche am Gemeindeamt sollen als Begegnungszone etabliert werden. „Damit wollen wir die Bevölkerung verstärkt ins Rathaus holen, das als Ort der Begegnung dienen soll“, sagte Zebenholzer.

Da das Gebäude denkmalgeschützt ist, muss die Gemeinde einige Auflagen erfüllen. Auch die Bauzeit ist dadurch länger und die Kosten sind größer. „Ich sehe es aber in unserer Verantwortung, dieses historische Gebäude für die kommenden Generationen zu erhalten“, sagte Zebenholzer.

2,2 Millionen Euro wird die Sanierung insgesamt kosten, der erste Bauabschnitt ist mit rund 1,2 Millionen Euro anberaumt. Bei der Finanzierung wird die Gemeinde Hollenstein tatkräftig vom Land Niederösterreich unterstützt. „Gemeindeämter sind ein Ort der Begegnung schlechthin. Sie sind eine Anlaufstelle für die Bevölkerung und schaffen Arbeitsplätze“, sagte Landeshauptfrau-Stellvertreter Franz Schnabl. „Es ist wichtig, dass wir geschichtsträchtige Gebäude in den Orten erhalten, indem wir sie nutzen und sinnvoll restaurieren.“

Nationalratsabgeordneter Andreas Hanger streute in seiner Rede der Gemeindeverwaltung in ländlichen Regionen als auch den Handwerksbetrieben Rosen. „Wenn man bei uns auf ein Gemeindeamt geht, wird man bestens unterstützt und kompetent beraten“, sagte Hanger. „Außerdem haben wir das Glück, gute regionale Firmen zu haben – das Handwerk bei uns funktioniert einfach.“

Rund eineinhalb Jahre soll die Generalsanierung des Gemeindeamtes dauern. Die Fertigstellung ist für Herbst 2020 anberaumt. Während des Umbaus findet der gesamte Amtsverkehr der Gemeinde im Vereinsheim statt.