Startschuss für Wirtschaftspark Kreilhof. Fünf Gemeinden errichten neuen interkommunalen Wirtschaftspark in Kreilhof.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 23. Oktober 2020 (17:44)
Bauleiter Leopold Gspörer, Bürgermeister Johann Lueger (Opponitz), Baumeister Anton Pichler, Stadtrat Peter Engelbrechtsmüller, Matthias Pialek (Liegenschaftsreferat), Bürgermeister Gerhard Lueger (Ybbsitz), Baudirektor Martin Helm, Bürgermeisterin Manuela Zebenholzer, Stadtrat Martin Dowalil, Nationalratsabgeordneter Andreas Hanger, Bürgermeister Josef Pöchhacker (St. Georgen/Reith) und Bürgermeister Werner Krammer (Waidhofen) (von links) beim Spatenstich vor.
Magistrat

Am vergangenen Montag erfolgte der Spatenstich für den interkommunalen Wirtschaftspark Kreilhof. An diesem sind neben der Stadt Waidhofen auch die Gemeinden Ybbsitz, Hollenstein, Opponitz und St. Georgen/Reith beteiligt.

Bei dem Projekt, das auf einer Fläche von sechs Hektar auf der ehemaligen Steinauerwiese umgesetzt wird, sollen Ökonomie und Ökologie eine Symbiose eingehen. Begrünte Dächer und Fassaden, Fotovoltaikanlagen, Drain-Garden-Systeme, ein ganzheitliches Energiekonzept sowie eine fundierte Landschaftsplanung sind wesentliche Bausteine.

„Wir werden beweisen, dass Wirtschaft und Natur- bzw. Klimaschutz kein Widerspruch sein müssen“, sagt Waidhofens Bürgermeister Werner Krammer. Seitens der Stadt habe man sich mit der Problematik des Flächenverbrauches und der Bodenversiegelung intensiv auseinandergesetzt und diese Überlegungen in die Planung miteinfließen lassen. Auch Raumordnungs-Stadtrat Martin Dowalil sei in diesen Prozess intensiv eingebunden gewesen, hält der Stadtchef fest. Das Ergebnis könne sich sehen lassen.

Fläche bereits beim Spatenstich fast voll 

Nun sollen in Kreilhof auf einer Fläche von rund 12.000 Quadratmetern die städtischen Wirtschaftsbetriebe Altstoffsammelzentrum, Bauhof, Forst und Wasserwerk gebündelt untergebracht werden. Die restliche Fläche steht der Wirtschaftspark Ybbstal GmbH zur Verfügung. Hier sollen sich weitere Unternehmen ansiedeln.

Bereits beim Spatenstich war der neue Wirtschaftspark nahezu ausgebucht. Lediglich ein Grundstück ist derzeit noch frei. Welche Unternehmen sich in Kreilhof ansiedeln werden, wollte der Stadtchef noch nicht verraten. Die Verträge wurden aber bereits zugesandt. Zuvor wurde noch am gesamtökologischen Konzept gefeilt. Dieses ist nun Bestandteil der Einzelverträge. Die bauliche Umsetzung wird von einem Gestaltungsbeirat begleitet. Anfang November wird es ein Treffen zwischen Beirat und Interessenten geben.

Beim Spatenstich bedankte sich Waidhofens Bürgermeister beim Geschäftsführer der Wirtschaftspark Ybbstal GmbH Andreas Hanger und den beteiligten Bürgermeister für die gute Zusammenarbeit. „Einmal mehr konnten wir hier die hohe Kooperationskultur in der Region unter Beweis stellen“, sagte Krammer. „Gemeinsam ziehen wir an einem Strang für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandortes.“

Der neue Wirtschaftspark Kreilhof ist in ein umfassendes Mobilitätskonzept eingebunden. Dieses sieht die direkte Anbindung an einen Radweg, der auf Teilen der Citybahntrasse zwischen dem Vogelsang und Gstadt entstehen soll, sowie den öffentlichen Verkehr vor. Dafür wird eine neue zusätzliche Bushaltestelle der Mostviertellinie beim Betriebsgebiet errichtet.

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