Grüne treten nicht an. SPÖ gegen ÖVP lautet das Match am 25. Jänner in St. Georgen/Reith. Ein Wahlkrimi bahnt sich an. 2010 trennten beide Parteien lediglich zwei Stimmen.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 12. November 2014 (11:52)
ÖVP-Fraktionschef Klaus Hobiger feilt mit seinen Parteikollegen noch an der Wahlliste.
NOEN, NÖN

Ein knappes Rennen zeichnet sich am 25. Jänner wieder bei der Gemeinderatswahl in St. Georgen/Reith ab. Derzeit hält in der kleinen Ybbstalgemeinde die SPÖ von Bürgermeister Helmut Schagerl bei acht Mandaten, während die ÖVP sieben Sitze im Gemeinderat hat.

Bei der Gemeinderatswahl 2010 waren für dieses eine Mandat lediglich zwei Stimmen ausschlaggebend. Während damals 250 Wähler der SPÖ ihre Stimme gaben, waren es 248, die für die ÖVP votierten. Die Grünen unter dem damaligen Vizebürgermeister Herbert Möbius-Patek verpassten damals mit 26 Stimmen ganz knapp ihren Wiedereinzug in das Gemeindeparlament.

Kein Interessent bei den Grünen

2015 werden die Grünen nicht mehr für den Gemeinderat kandidieren. Während es vor einigen Wochen noch hieß, es gäbe eventuell jemanden, der Interesse hätte für die Grünen in St. Georgen/Reith ins Rennen zu ziehen, erteilte Möbius-Patek vergangene Woche auf Nachfrage der NÖN derartigen Plänen eine endgültige Absage. „Die Grünen werden 2015 bei der Gemeinderatswahl in St. Georgen/Reith nicht antreten“, so Möbius-Patek. Er selbst habe dazu absolut keine Ambitionen mehr und auch sonst gebe es keinen Interessenten.

Das heißt, dass die 26 Reither Bürger, die 2010 ihre Stimmen den Grünen gegeben haben, sich wohl zwischen SPÖ und ÖVP entscheiden müssen – 26 Stimmen, die in der kleinen Gemeinde wahlentscheidend sein können.

"Setzen auf bewährtes Team"

Gestärkt mit einem Sitz im NÖ Landtag geht für die SPÖ am 25. Jänner wieder Bürgermeister Helmut Schagerl als Spitzenkandidat ins Rennen. Sein Team für die Wahl sei bereits fix, so Schagerl. Wie dieses jedoch genau aussieht, wollte er noch nicht verraten. Schließlich muss die Kandidatenliste noch am 22. November bei der Jahreshauptversammlung beschlossen werden.

Nur soviel: Neben ihm werde auf alle Fälle wieder Vize Helmut Spanring ins Rennen gehen. Grundsätzlich werde sich aber nicht sehr viel ändern. „Wir setzen auf ein bewährtes Team“, so der Bürgermeister. „Darin werden sich auch wieder unsere Damen befinden.“ Den bisherigen Weg wolle man weiter beschreiten. Das habe gut funktioniert. „Schließlich sind die Zeiten turbulent. Da ist es gut, wenn es ein Team gibt, das Erfahrung hat“, sagt Schagerl.

Noch nicht ganz fix ist das Team, mit dem die ÖVP am 25. Jänner bei der Gemeinderatswahl antreten wird. Man sei derzeit noch dabei, potenzielle Kandidaten zu befragen, so ÖVP-Fraktionschef Klaus Hobiger. Ob er so wie 2010 wieder als Spitzenkandidat ins Rennen gehe, sei ebenfalls noch nicht ganz fix. Es gebe da einige Varianten, über die noch entschieden werden müsse. „Bei der Wahl 2010 gab es bei uns keine Listenreihung“, so Hobiger. Das hat dazu geführt, dass jeder Punkte gesammelt hat. Wir überlegen wieder ein ähnliches Modell.“ Die Entscheidung darüber soll bis Ende November fallen. „Fest steht, wir haben ein gutes und kreatives Team in der ÖVP, das bisher schon gute Arbeit geleistet hat“, sagt Hobiger.


Mandatsverteilung im Gemeinderat

  • SPÖ: 8 Mandate

  • ÖVP: 7 Mandate

  • Bürgermeister: Helmut Schagerl (SPÖ)

  • Vizebürgermeister: Helmut Spanring (SPÖ)