Waidhofen/Ybbs feiert 50 Jahre Gemeindezusammenlegung

Erstellt am 19. Januar 2022 | 04:46
Lesezeit: 2 Min
Vor 50 Jahren schlossen sich fünf Gemeinden zur Großgemeinde Waidhofen zusammen; nicht ganz freiwillig, aber im Rückblick zum Wohle aller Ortsteile.
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In einem auf eine Veranstaltung mit Pressevertretern eingedampften Festakt gedachte man am Dienstag, 11. Jänner, im Sitzungssaal des Rathauses des Zusammenschlusses der fünf Vorgängergemeinden zur Stadtgemeinde Waidhofen. 50 Jahre sind seither verstrichen, fünf Jahrzehnte, die aus den eigenständigen und selbstbewussten Gemeinden Waidhofen, Windhag (mit Raifberg), St. Leonhard/Walde, St. Georgen/Klaus und Zell-Arzberg eine Stadtgemeinde mit rund 11.000 Einwohnern geformt haben.

Um das zu dokumentieren, bot man aus jeder der Ortschaften Zeitzeugen auf, die dem Ehrengast, der NÖ Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, den Werdegang und die Entwicklung Waidhofens über die ereignisreiche Zeitspanne hinweg vor Augen führten. Der pensionierte HAK-Direktor und Kulturpreisträger der Stadt, Matthias Settele, erinnerte in einem eloquenten Rückblick an die Geburtsstunde der Großgemeinde. Als Junglehrer war er 1972 einer der Moderatoren der vom damaligen Landeshauptmann Andreas Maurer aufok troyierten Fusion. „Es war kein Leichtes, die fünf Bürgermeister zu überzeugen und vor allem die mächtigen Gemeindesekretäre, die um ihren Einfluss fürchteten“, sagte Settele. Der Germanist Settele war es auch, der den bis heute oft zitierten Satz „Stadt und Land – Hand in Hand“ als Erfolgsslogan formuliert hatte.

Für die Ortsteile ergriffen Ignaz Hofmacher, Anton Lueger, Franz Stockner, Günther Pöchhacker und Johann Stixenberger das Wort.

Die Landeshauptfrau spannte mit einem herzlichen „Happy Birthday“ den Bogen vom Jahr 1972 in die Gegenwart und bezeichnete ihren Vorgänger Maurer als „Visionär“. Bürgermeister Werner Krammer formulierte zum Abschluss Setteles Slogan neu: „Stadt braucht Land und die Dörfer, diese brauchen die Stadt.“

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