Waidhofen an der Ybbs: Konzept für Wald der Zukunft. Mit Entwicklungskonzept soll Leistung des Stadtwalds verbessert werden.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 05. Juli 2020 (04:38)
Leopold Lindebner, Mario Wührer, Georg Brenn, Zoran Trailovic, Andreas Pürscher, Waldbauprofessor Eduard Hochbichler und Bürgermeister Werner Krammer (von links) entwerfen ein Entwicklungskonzept für den Waidhofner Stadtwald.
Magistrat Waidhofen/Engleder

440 Hektar – so groß ist die Fläche des Waidhofner Stadtwalds. Für diese 440 Hektar wird derzeit gerade an einem Waldentwicklungskonzept getüftelt. Die Stadt Waidhofen konnte dafür mit Eduard Hochbichler einen der renommiertesten Waldbauprofessoren Europas ins Boot holen.

Hochbichler berät die Stadt bei der Erstellung des Konzepts. Ziel ist es, die Leistung des Stadtwaldes zu erhalten und zu verbessern. Besondere Herausforderungen sind dabei einerseits die stadtnahe Lage des Waldes sowie die starke Veränderung des Klimas.

„Gerade jetzt steht der Wald durch Trockenheit und Starkwetterereignisse überall unter Druck. Daher ist es wichtig, alle Parameter zu ermitteln, um den Stadtwald bestmöglich auf die Auswirkungen des Klimawandels vorzubereiten“, erklärt Vizebürgermeister Mario Wührer.

Ein weiterer großer Brennpunkt, den man bei der Entwicklung des neuen Waldkonzepts bespricht, ist das Eschentriebsterben, durch das sämtliche Eschen gefällt werden müssen. „Circa 15.000 Festmeter Eschen stocken noch am Buchenberg. Diese müssen in den nächsten Jahren gefällt werden“, sagt Stadtförster Georg Brenn. „Hier bedarf es eines modernen Monitorings, um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten.“

Besonderes Augenmerk will man bei der Erstellung des Waldkonzeptes auf den Erhalt der Biodiversität – ein Prinzip, das auch fest im Konzept des Naturparks Waidhofen-Ybbstal verankert ist – legen. „Durch die Erfassung aller Totholz- und Veteranenbäume sowie durch die Schaffung von Naturwaldzellen stellen wir ein hohes Maß an Artenvielfalt sicher“, erklärt Bürgermeister Werner Krammer.

Am Freitag, 10. Juli, 19 Uhr, findet der nächste Waldbeirat im Gasthaus Grasberg statt, wo über das Waldentwicklungskonzept diskutiert wird. Interessierte sind herzlich eingeladen.