Tipps vom Profi um Energiekosten zu sparen

Erstellt am 03. August 2022 | 04:06
Lesezeit: 3 Min
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Ignaz Röster mit einem Messgerät. Weitere Tipps gibt es unter www.energie-noe.at/die-besten-energiespartipps.
Foto: eNu
Ignaz Röster, Regionsleiter der Energie- und Umweltagentur im Mostviertel, gibt Tipps für geringere Energiekosten.
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Steigende Kosten verstärken bei vielen Menschen den Wunsch, ihren Energieverbrauch zu reduzieren. Ignaz Röster, Regionsleiter im Mostviertel der Energie- und Umweltagentur NÖ (eNu), präsentiert Tipps, wie man Ausgaben reduzieren kann und Gutes für die Umwelt tut. Sinnvoll sei es, gerade hinsichtlich der steigenden Energiekosten, bereits jetzt den Blick auf den Winter und damit die Heizsaison zu richten. Ist die oberste Geschoßdecke nicht gedämmt, so hätte diese einfache und kostengünstige Dämmmaßnahme oberste Priorität.

Bis zu 30 Prozent können an Heizenergie im schlimmsten Fall verloren gehen. Eine gute Wärmedämmung vom Dach bis zur Kellerdecke ist die beste Vorsorge bei steigenden Heizkosten und bringt einen erhöhten Wohnkomfort. Einfacher umzusetzen: Sind Heizkörper verbaut oder abgedeckt, sollte man einen Umbau andenken beziehungsweise diese „freilegen“. So geht weniger Wärme verloren. Weitere Möglichkeiten: Heizkörpernischen dämmen, Thermostatventile einbauen, Heizungsrohre in unbeheizten Räumen dämmen und hocheffiziente Heizungspumpen einbauen.

Heizkörper entlüften und Regelung überprüfen

Sparpotenzial gibt es auch zu Beginn der Heizsaison. „Eine Verringerung um ein Grad Celsius spart in etwa sechs Prozent der Heizkosten ein. Grundsätzlich werden niedrige Temperaturen von 18 bis 20 Grad Celsius in Küchen, in Schlafzimmern oder Gängen empfohlen. Etwas höher liegen sie in Wohnräumen mit 20 bis 22 Grad Celsius. Der wärmste Raum ist das Badezimmer“, erläutert Röster.

Das Entlüften der Heizkörper, die Überprüfung der Heizungsregelung und ein hydraulischer Abgleich der Heizung helfen ebenfalls. Sollte die Heizung älter als 20 Jahre sein oder wird das Gebäude mit Öl oder Gas beheizt, lohne sich ein Nachdenken über einen Tausch. „Erneuerbare Heizsysteme auf Basis von Holz (moderne Scheitholzkessel, Pellets- oder Hackschnitzelheizung) oder Wärmepumpensysteme für gut gedämmte Häuser oder der Anschluss an Fernwärme stehen zur Verfügung. Der Tausch einer alten Heizung mit fossilen Brennstoffen gegen effiziente erneuerbare Heizsysteme reduziert die CO₂-Emissionen erheblich.

Durch die bessere Heiztechnologie spart man außerdem noch 10 bis 15 Prozent an Heizenergie ein. Der Umstieg wird mit guten Förderungen belohnt“, sagt Röster. Der Stromverbrauch kann laut Röster ebenfalls reduziert werden. Besondere „Stromfresser“ im Haushalt sind etwa Klimaanlagen oder Poolpumpen. Röster rät, mit Strommessgeräten den Energieverbrauch der Haushaltsgeräte durchzuchecken.

Weitere Tipps: Verwenden von Kühlschränken mit bester Effizienzklasse, duschen statt baden, Wäsche waschen ab 30 Grad Celsius und abschaltbare Steckerleisten bei Elektrogeräten. So kann der Standby-Verbrauch verringert werden. Wo möglich, ist auch die Belegung des Daches mit einer PV-Anlage eine sinnvolle Maßnahme. Diese reduziert die Stromkosten drastisch. „Der selbst erzeugte Strom kommt von der Sonne und verursacht keinen nennenswerten CO₂-Ausstoß. Eine Fläche von fünf bis sieben Quadratmetern liefert ungefähr 1.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Das ergibt bei einer 5 kWp-Anlage eine Ersparnis von circa 440 Euro im Jahr“, rechnet Röster vor.

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