Ybbstaler Klima-Demonstranten appellierten an Politik. Schüler des Bundesrealgymnasiums Waidhofen an der Ybbs organisierten am Freitag, 25. September, einen Klimaprotest durch die Stadt und forderten von der Politik, nachhaltige Maßnahmen für das Klima zu setzen.

Von Lisa Hofbauer. Erstellt am 25. September 2020 (16:22)

„Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut!“ Lautstark zogen Waidhofner Schüler, unterstützt von zahlreichen Mitstreitern, am vergangenen Freitagvormittag durch Waidhofens Innenstadt.

Die jungen Waidhofner beteiligten sich mit diesem Protest am globalen Klimastreik von „Fridays for Future“, mit dem man eine „entschlossene, mutige Klimapolitik zur Eindämmung der Klimakrise“ forderte. Organisiert wurde der Klimastreik von einer Gruppe engagierter Schüler des Bundesrealgymnasiums.

Auch die Waidhofner Demonstranten forderten ein entschlosseneres Vorgehen von der Politik: „Wir wollen etwas an der rückgratlosen, scheinheiligen Gesellschaft ändern“, sagte etwa Bilal Nezirovac in seiner Rede am Freisingerberg. „Es muss jetzt sofort eine Änderung passieren – und das bei jedem Einzelnen von uns.“

Auch lokale Politik gefordert

Rednerin Carina Jagersberger forderte Politik und Wirtschaft auf, die enorm hohe Bodenversiegelung zu stoppen, wobei hier auch leicht Änderungen auf lokaler Ebene erwirkt werden könnten. „Einer Flächenverbauung von 30 Fußballfeldern pro Tag stehen 40.000 Hektar leer stehende Gebäude gegenüber“, sagte sie. „Warum verbaut man so viele Flächen, wenn es so viele Leerstände gibt? Politiker und Unternehmer müssen endlich Verantwortung übernehmen!“