Suche nach Lösung. Geschlossene Fonds / Raiffeisenbank Ybbstal führt intensive Gespräche mit Anlegern, die ihr Geld in geschlossenen Fonds investiert haben.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 04. März 2014 (23:59)
NOEN, Kössl
Geschäftsleiter Walter Heigl und Direktor Johann Galbavy sind sicher: Verluste seien nicht vorhersehbar gewesen. Individuelle Lösungen werden gesucht.
Von Andreas Kössl

WAIDHOFEN / In der letztwöchigen Ausgabe der Ybbstaler NÖN war von Bürgern zu lesen, die ihr Erspartes vor etwa zehn Jahren auf Empfehlung ihrer Hausbank in offenen Fonds investiert und von möglichen Verlusten bedroht sind. Auch zwei Ybbstaler Familien, die ihr Investment über die Raiffeisenbank Ybbstal getätigt haben, kamen dabei zu Wort. Leider kam die Stellungnahme der Raiffeisenbank Ybbstal dazu zu spät in der Redaktion an, weshalb sie in dem Artikel keine Berücksichtigung mehr fand.

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Seitens der Bank betont man, dass es in beiden dieser Fälle schon vor Monaten umfangreiche Gespräche gegeben habe, um hier gemeinsam Lösungen zu finden und einen möglichen Schaden für die Betroffenen einzudämmen. Auch mit anderen Betroffenen wurden derartige Gespräche geführt. „Für uns sind natürlich alle unsere Kunden gleichwertig und es ist uns wichtig, dass wir für sie auch in schwierigen Zeiten ein verlässlicher Partner sind“, betont Raiba-Ybbstal-Geschäftsleiter Walter Heigl. Direktor Johann Galbavy pflichtet dem bei. Seitens der Bank sei man darum bemüht, hier individuelle Lösungen zu finden.

Die Schuld an der Entwicklung würde nicht bei der Raiffeisenbank liegen, sagt Heigl. Mögliche Verluste seien durch die Wirtschaftskrise ausgelöst worden, welche aber in dieser Form nicht vorhersehbar gewesen sei. Zur Zeit der Vermittlung seien diese Produkte so lukrativ wie erwartet gewesen. „Außerdem wurden sie von unseren Beratern auch nur Kunden mit Vermögen und hier auch nur als Beimischung angeboten“, sagt der Raiba-Geschäftsleiter, „eben weil hier natürlich ein gewisses Risiko besteht.“ Den Vorwurf, dass die Kunden über Risken zu wenig informiert worden seien, möchte Heigl nicht gelten lassen. „Hier wurde sicher umfassend aufgeklärt.“