Basilika öffnete Pforten. Pater Franz Hörmann führte in die Geschichte der Pfarre Sonntagberg und der Basilika ein. Besucher hatten Möglichkeit, Heiliges Grab und Schatzkammer zu besichtigen.

Von Michael Eder. Erstellt am 29. September 2014 (12:01)
NOEN, Michael Eder

Einer der bedeutendsten Baumeister der Barockzeit, Jakob Prandtauer, war es, der die Basilika Sonntagberg mit jenen beeindruckenden baulichen Details ausgestattet hat, die man bis heute kennt. Bis 1717 arbeitete der gebürtige Tiroler an der Basilika, bevor sein Neffe und Schüler Josef Munggenast die Bauleitung übernahmen.

Sonntagberg und seine Basilika im Mittelpunkt

Die malerische Ausgestaltung lag beim Maler und Freskanten Daniel Gran, welcher sein Werk an der Wölbung des südlichen Querarmes signiert hat. Das Bundesdenkmalamt organisiert jeden letzten Sonntag im September den Tag des Denkmals, der die einzige Großveranstaltung für materielles Kulturerbe in Österreich ist. Eines der Ziele dieser Veranstaltung ist es, sonst nicht zugängliche Denkmäler für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Im Mostviertel standen am vergangenen Sonntag der Sonntagberg und seine Basilika im Mittelpunkt. Zur Begrüßung erläuterte Clemens Reinberger vom Bundesdenkmalamt den Sinn dieses Tages und übergab danach das Wort an den Sonntagberger Pfarrer Pater Franz Hörmann. Dieser gab einen Einblick in die Geschichte der Pfarre und auch der Basilika und wie es dazu kam, dass die Kirche in jenem Bild erscheint, in dem sie es jetzt tut. Er wies auch darauf hin, wie wichtig es ist, dass die Leute die Basilika unterstützen.

Blick ins Heilige Grab und in die Schatzkammer

Das Gebäude ist restaurierungsbedürftig. Die letzte Renovierung fand vor 50 Jahren statt und nun ist es wieder an der Zeit, Dinge zu erneuern. Pater Franz wies darauf hin, dass sehr viele helfende Hände notwendig sind, um die Kirche instand zu halten und bedankte sich bei den Mitwirkenden. Nach dem kurzen Vortrag gab es für die denkmalinteressierten Besucher die Möglichkeit, einen Blick in das Heilige Grab und in die Schatzkammer der Basilika zu werfen.

Die Besucher waren begeistert. Im Gespräch mit einem Besucher gab es nur einen Kritikpunkt: „Das Mostviertel ist ein weißer Fleck, was die Karte des Tages des Denkmals angeht. Wir haben hier mehrere Denkmäler und ich finde, die sollten nächstes Jahr auch miteinbezogen werden“, so der Besucher.