Building Bridges: Filmzuckerl . Zum Film: Finnland 2017; 98 Minuten; Regie: Aki Kaurismäki; Darsteller: Sherwan Haji, Sakari Kuosmane, Ilkka Koivula

Erstellt am 29. Mai 2017 (09:37)
Der Verein „Filmzuckerl“ zeigt „The Other Side Of Hope“ am Mittwoch, 7. Juni, um 20.30 und am Donnerstag, 8. Juni, um 18.15 im Rahmen der Themenwoche „Building Bridges“ in Kooperation mit der Stadt Waidhofen in der Filmbühne Waidhofen.
Stadtkino

Zum Film: Fünf Jahre nach seiner bejubelten Tragikomödie „Le Havre“ steuert der finnische Kultregisseur Aki Kaurismäki erneut einen Hafen für gestrandete Wohlstandsverlierer an: Unter dem vieldeutigen Titel „The Other Side of Hope“ (Weltpremiere im Wettbewerb der Berlinale 2017) kreuzen sich in bewährt lakonischer Weise die Pfade eines syrischen Flüchtlings (Sherwan Haji) und eines finnischen Geschäftsmanns (Sakari Kuosmanen).

Die Folgen: Blutige Nasen, die verwegenste Pokerpartie, die im Kino seit langem zu sehen war, sowie eine „japanische“ Restaurantgründung mit beträchtlichem Wasabi-Aufwand. Kurz: Tränentreibende Verzweiflungstaten, dargeboten mit stoischem Mut zur Absurdität, nein, richtiger: Menschlichkeit. „The Other Side of Hope“ zeigt das Leben als Wechselspiel von ständiger Sehnsucht und schwankender Hoffnung, von fast märchenhafter Menschlichkeit und kaltem Realismus.

Aki Kaurismäkis Filme sind bekannt für ihren lakonischen, skurrilen und minimalistischen Stil. Seine Helden waren immer die „kleinen Leute“: Außenseiter, Arbeiter und Arbeitslose – die Verlierer der Gesellschaft. Seit „Le Havre“ hat Kaurismäki den Kosmos seiner filmischen Underdogs um eine globale Komponente erweitert. Um diejenigen, die auf der Flucht sind und jetzt in der sozialen Hierarchie ganz unten stehen.