Tödlicher 4-Meter-Sturz. Arbeitsunfall / 50-Jähriger erlag im Krankenhaus seinen schweren Kopfverletzungen. Der Mann war auf einer Baustelle im unwegsamen Gelände vier Meter in die Tiefe gestürzt.

Erstellt am 02. Juli 2013 (00:00)
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Links neben der Baustelle, wo der Strommast errichtet wird, verlor der Mann das Gleichgewicht und stürzte über die steile Böschung. Die Rettungskräfte kämpften um sein Leben.Kössl
Von Andreas Kössl

WAIDHOFEN / Ein tödlicher Arbeitsunfall ereignete sich in den Nachmittagsstunden des vergangenen Donnerstags, 27. Juni, im Ortsgebiet von St. Georgen/Klaus. Ort des Geschehens war eine Baustelle der EVN oberhalb der Aubauernsiedlung im unwegsamen Gelände, wo eine Stromleitung von Seitenstetten bis zum Umspannwerk Gerstl errichtet wird.

Gegen 15.45 Uhr nach Beendigung von Betonierarbeiten zur Errichtung eines Fundaments für einen Strommasten wurde ein zum Betonieren benötigtes, auf einer Böschung liegendes Rohr mit einem Kompressor zur Reinigung durchgeblasen. Dabei kam es zu einer Verstopfung, die letztlich die Ursache für den tödlichen Unfall gewesen sein dürfte. Nach dem Lösen entwichen nämlich ein ebenfalls für die Reinigung benötigter Gummiball und der restliche Beton mit enormem Druck. Durch den Druck oder durch Erschrecken verlor ein 50-jähriger Arbeiter aus dem Bezirk Zwettl den Halt auf der steilen Böschung und stürzte rund vier Meter tief auf einen Felsen. Er erlitt schwere Kopfverletzungen und es kam zu einem Herzstillstand.

Der Mann wurde vor Ort von den Rettungskräften reanimiert und mit dem Notarzthubschrauber Christophorus 15 in das Landesklinikum Amstetten geflogen, wo er seinen schweren Verletzungen erlag.

Neben dem Team des Notarzthubschraubers waren die Freiwilligen Feuerwehren St. Georgen/Klaus und Waidhofen-Stadt, das Rote Kreuz Waidhofen sowie die Bergrettung Waidhofen im Einsatz. Letztere wurde hinzugezogen, da auch eine Rettung mittels Gebirgstrage überlegt wurde. Dem Hubschrauber gelang es aber dann doch, an der unwegsamen Unfallstelle zu landen, nachdem Feuerwehr und Bergrettung einen Landeplatz freigeräumt hatten.

Bereits im Jänner dieses Jahres kam es im selben Bereich zu einem schweren Unfall. Damals wurde ein 55-jähriger Forstarbeiter bei Holzschlägerungsarbeiten verletzt.