LEADER-Regionen-Trio schraubt am Radwegnetz. Politik und LEADER-Region tüfteln an Optimierung des Ybbstalradwegs von Ybbs nach Waidhofen.

Von Denise Schweiger und Andreas Kössl. Erstellt am 19. August 2020 (06:08)

Ein ausgedehnter Lokalaugenschein liegt hinter den politischen Vertretern und den Tourismusverantwortlichen aus den drei LEADER-Regionen Eisenstraße, Moststraße und Südliches Waldviertel-Nibelungengau.

Gemeinsam mit Radsportbegeisterten stiegen sie am Mittwoch der Vorwoche auf ihre Drahtesel, um den Ybbstalradweg von Ybbs über Amstetten bis Waidhofen abzufahren. Ziel war es, den Radweg auf diesem Abschnitt zu erkunden, um in Folge die Anbindung des Ybbstalradwegs an den Donauradweg optimieren zu können.

Hanger sprach von „großer Vision“

Rund 60 Kilometer legte die „Radlpartie“ zurück. Vor dem Startschuss in Ybbs lud der Ybbser Bürgermeister Alois Schroll (SPÖ) die Delegation noch zu einem Frühstück ins Rathaus zur Stärkung. „Der Radtourismus ist für uns enorm wichtig“, betonte Schroll bei seiner Begrüßung.

Rund 128.000 Radler hätten 2017/18 die Stadt Ybbs passiert, als sie den Donauradweg zwischen Passau und Wien entlangstrampelten. Der Ybbsitzer ÖVP-Nationalratsabgeordnete Andreas Hanger, der gleichzeitig Obmann der LEADER-Region Eisenstraße ist, sprach anschließend von einer „großen Vision“: Das erklärte Vorbild für den Ybbstalradweg sei der Donauradweg.

„Wir arbeiten gemeinsam daran, dass diese vielen Radler zu uns entlang der Ybbs kommen. Das Flussradeln ist und bleibt attraktiv. Der Anschluss vom Donauradweg in Ybbs über Amstetten nach Waidhofen ist uns daher ein besonderes Anliegen.“

Vom Ybbser Rathaus machte sich die Delegation anschließend auf, um über die Gemeinden Neumarkt, Blindenmarkt, St. Georgen/Ybbsfelde nach Amstetten und weiter über Kematen und Sonntagberg nach Waidhofen zu radeln. Den gemütlichen Ausklang beging man dann in der „Schwarzen Kuchl“ im Schloss Rothschild.

Anbindung von Kematen als Knackpunkt

Waidhofens Bürgermeister Werner Krammer (ÖVP), der gleichzeitig Sprecher der Kleinregion Ybbstal ist, zeigte sich besonders von der Strecke zwischen Amstetten und Waidhofen über Ulmerfeld und Kematen angetan.

„Die Strecke nach Ulmerfeld ist fantastisch und auch der Abschnitt entlang des Schneerosenweges ist ganz wunderbar“, schwärmt der Stadtchef. „Einziger Knackpunkt ist, wie es von Kematen weitergeht.“

Die historische Ybbsbrücke in Kematen ist für einen Radstreifen nämlich zu schmal und ein Zubau aus Denkmalschutz-Gründen nicht möglich. Somit stehen zwei Alternativen im Raum: der Bau einer neuen Brücke von Kematen über die Ybbs nach Allhartsberg, wie das die Gemeinde Kematen gerne hätte, oder eine Trassenführung auf der anderen Ybbsseite auf dem Gemeindegebiet von Allhartsberg.

„Fest steht, dass die Strecke von Amstetten nach Waidhofen großes Potenzial für den Radtourismus hat und alle Ybbstaler Gemeinden Interesse daran haben, dieses auch zu heben und ein attraktives Angebot zu schaffen“, hält Krammer fest.

Umfrage beendet

  • Soll die Anbindung des Ybbstalradwegs an den Donauradweg auf Kematner oder Allhartsberger Seite erfolgen?