Waidhofen/Ybbs mit Nächtigungsplus im August. Waidhofen verzeichnet im Sommer nur leichte Einbußen. Schwieriger Herbst wird erwartet.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 15. Oktober 2020 (13:23)
Bürgermeister Werner Krammer, Hotelier Johannes Scheiblauer (Schloss an der Eisenstraße), Elke Esletzbichler (Geschäftsführerin der Esletzbichler Bus GmbH), Hotelier Hubert Moshammer(Hotel Restaurant Moshammer), Magdalena Stöger (Schloss Rothschild) und Tourismusstadtrat Peter Engelbrechtsmüller (von links) zogen Bilanz.
Magistrat

Das Coronavirus hat die heimische Tourismusbranche schwer in Mitleidenschaft gezogen. Durch den Lockdown im Frühjahr und strenge Auflagen nach der Wiedereröffnung mussten auch die Waidhofner Hoteliers und Gastronomen große Einbußen verzeichnen. „Vor allem das Fehlen von Seminargästen, Geschäftsreisenden und Hochzeiten hat uns arg getroffen“, erklären die beiden Hoteliers Johannes Scheiblauer (Hotel „Schloss an der Eisenstraße“) und Hubert Moshammer (Hotel Restaurant Moshammer).

Dennoch brachten die Sommermonate auch Positives: Mit 3.826 Nächtigungen lag der Wert nur knapp unter den 4.048 Nächtigungen des Vorjahres. Im August gab es sogar eine leichte Steigerung im Vergleich zum Jahr 2019: So stehen hier 5.766 Nächtigungen im Jahr 2020 4.008 Nächtigungen im Vorjahr gegenüber. Dafür mitverantwortlich sind sicher der Ybbstalradweg und der anhaltende Fahrradboom. Auch bei Urlaub am Bauernhof gab es einen leichten Anstieg an Nächtigungen. „Waidhofens einmaligen Naturraum schätzen Einheimische gleichsam wie Gäste. Ein Juwel wie unseren Naturpark Ybbstal vor der Haustüre zu haben, wirkt sich nicht nur auf die Lebensqualität, sondern auch auf unsere Gästezahlen positiv aus“, sagt Bürgermeister Werner Krammer. Anders sehe die Prognose jedoch für den Herbst und den kommenden Winter aus. „Hier erwarten wir wieder eine schwierige Zeit für den Tourismus“, hält der Stadtchef fest.