Eisenstraße-Region in neuem Kleide. Waidhofner Designerin Christa Steinauer entwarf eine junge Linie der traditionellen Eisenstraße-Tracht.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 20. Oktober 2020 (05:57)
Stellten die neue Eisenstraße-Tracht am Kirchenplatz in Purgstall vor, von links: Bürgermeister Harald Riemer, Eisenstraße-Obmann Andreas Hanger, Designerin Christa Steinauer, Schneidermeister Herbert Landl und Eisenstraße-Projektbetreuerin Anita Eybl.
Josef N. Ecker

Eine alltagstaugliche, junge Linie der Eisenstraße-Tracht zu entwerfen – mit dieser Aufgabe hat sich der Verein Eisenstraße NÖ zu Jahresbeginn an Trachtendesigner der Region gewendet. Christa Steinauer, die Designerin der Firma freiwild aus Waidhofen, hat mit ihren Entwürfen Jury und Vorstand begeistert. Vor Kurzem wurde nun die neue Linie in Purgstall vorgestellt. Erhältlich sind Dirndl, Kleid, Janker, Lederhose und Co. im Atelier von freiwild-Design in Waidhofen.

Eine erste Festtagstracht, die die 24 Gemeinden aus dem Ybbs- und Erlauftal in ein einheitliches Kleid hüllen sollte, entstand vor exakt zehn Jahren nach Entwürfen vom Hollen steiner Schneidermeister Herbert Landl. Landl war es auch, der das typische Doppelherz entworfen hat, das aus der Sgraffito-Fassade des Lunzer Amonhauses entnommen wurde. Das Doppelherz hat nun auch Christa Steinauer in ihren Entwürfen einer jungen, alltagstauglichen Linie der Eisenstraße-Tracht aufgegriffen.

Die neue Linie der Eisenstraße-Tracht besteht ausschließlich aus österreichischen Stoffen und Materialien und lässt viele Kombinationsmöglichkeiten offen.

Für Damen entwarf Steinauer ein Dirndlkleid mit Schürze/Schleife oder Gürtel, Damenblusen, ein Kleid mit Gürtel, einen Zweiteiler und Schuhe, für Herren einen Janker, ein Gilet, eine Lederhose mit Stutzen oder eine kurze Leinenhose, ein Mascherl sowie Schuhe. Die Farben der jungen Eisenstraße-Tracht – Natur-, Beeren- und Blautöne – sind bewusst gewählt: Der Beerenton entstammt dem Eisenstraße-Logo, der Blauton (Stahlblau) symbolisiert die moderne Metallverarbeitung.

Die Entwürfe der Waidhofner Designerin wurden im September vom Vorstand des Vereins Eisenstraße einstimmig beschlossen. Zu den ersten „Models“ zählte der Purgstaller Bürgermeister Harald Riemer, der schon am Tag nach der Sitzung spontan zur Anprobe ins Ybbstal fuhr.