Gemeinderat wählt am 10. November. Termin für Bürgermeisterwahl steht fest. Krammer behält bis Ende des Jahres noch Finanz-, Kultur- und Personalagenden.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 27. Oktober 2014 (12:35)
Neuer WVP-Mandatar: Polizist Heinz Dötzl.
NOEN, ÖVP

Am Freitag vor zwei Wochen gab Waidhofens Bürgermeister Wolfgang Mair (WVP) anlässlich seines bevorstehenden 65. Geburtstags seinen Rücktritt mit 2. November bekannt. Als sein Nachfolger wurde seitens der Waidhofner Volkspartei Finanz- und Kulturstadtrat Werner Krammer vom Parteivorstand einstimmig nominiert.

Bürgermeister wird am 10. November gewählt

Den durch Mairs Ausscheiden aus dem Gemeinderat frei werdenden Sitz im Stadtsenat übernimmt WVP-Gemeinderat und ÖAAB-Obmann Fritz Hintsteiner. Als Gemeinderat rückt Heinz Dötzl für die Volkspartei nach. Die NÖN berichtete.

Mittlerweile steht auch der Termin für den Sondergemeinderat fest, bei dem der neue Bürgermeister gewählt werden soll. Dieser soll am Montag, 10. November, um 19 Uhr über die Bühne gehen. Die Wahl Krammers zum neuen Waidhofner Stadtchef dürfte dabei nur eine Formsache sein. Die Mehrheit der 40 Waidhofner Mandatare wird wohl für ihn stimmen.

Sowohl FUFU-Mandatar Martin Dowalil als auch FPÖ-Gemeinderat Karl-Heinz Knoll haben bereits im Vorfeld bekannt gegeben, dass sie Krammer ihre Stimme geben werden. Auch Grün-Mandatar Erich Abfalter gab bekannt, dass er einem Bürgermeister Werner Krammer grundsätzlich positiv gegenüberstehe.

Auch Tourismus- und Sportstadtrat Friedrich Rechberger (UWG) wird seine Stimme für den Finanzstadtrat abgeben. Wie der Rest der Bürgerliste stimmen werde, konnte der Stadtrat jedoch nicht sagen. In der UWG gebe es keinen Clubzwang, so Rechberger. Auch in der SPÖ werde es diesen bei der Bürgermeisterwahl nicht geben, gab SPÖ-Vizebürgermeister Martin Reifecker bereits im Vorfeld der Abstimmung bekannt.

„Gibt bei Wahl keinerlei fraktionelle Vorgaben seitens der SPÖ“

„Es gibt bei der Wahl zum Bürgermeister keinerlei fraktionelle Vorgaben seitens der SPÖ“, so Reifecker. „Dass Werner Krammer dort die notwendige Mehrheit erhält, scheint außer Zweifel. Daher ist dem von der WVP nominierten Kandidaten für seine zukünftigen Aufgaben schon jetzt alles Gute zu wünschen.“

Der designierte Waidhofner Bürgermeister Werner Krammer wünscht sich mit der Amtsübernahme einen Neuanfang. Bis auf die Liste FUFU und die UWG habe es bislang mit allen Fraktionen schon Gespräche gegeben, so Krammer. Dabei habe man sich gut miteinander verständigt.

Was die Ressortaufteilung im Gemeinderat betrifft, so wird es vorerst keine Änderungen geben. Krammer wird bis Jahresende die Finanz-, Kultur- und Personalagenden behalten. Hintsteiner rückt vorerst als Stadtrat ohne eigenes Ressort nach.

Neuaufteilung der Zuständigkeiten kommt erst nächstes Jahr

Eine Neuaufteilung der Zuständigkeiten ist erst für kommendes Jahr angedacht. „Da ich jetzt doch schon einige Zeit damit befasst bin, werde ich dieses Stadtbudget noch fertigstellen“, sagt der designierte Bürgermeister. „Gleichzeitig hat Fritz Hintsteiner als Obmann der Mittelschulgemeinde heuer ebenfalls noch ein Budget zu erstellen.“

Was das frei werdende ÖVP-Mandat betrifft, so habe man sich genau angesehen, wo die Personen sind, die sich engagieren. Heinz Dötzl sei somit die logische Wahl gewesen.