Traktoranhänger umgestürzt: Lenker war wohl zu schnell. Eine Schwangere und die Braut unter sechs Schwerverletzten!

Von Andreas Kössl. Update am 09. September 2018 (11:21)

Nach dem Unfall im Zuge einer Polterfeier mit 13 teils schwer verletzten Frauen zwischen 20 und 25 Jahren am frühen Samstagabend in Allhartsberg haben die polizeilichen Ermittlungen am Sonntag angedauert. Ein Traktoranhänger war umgestürzt (NÖN.at hatte berichtet).

Der Lenker der Zugmaschine dürfte zu schnell unterwegs gewesen sein. Laut Polizeisprecher Johann Baumschlager waren 13 Frauen im Rahmen eines Polterabends auf dem Anhänger unterwegs. Sechs von ihnen wurden schwer, sieben weitere leicht verletzt. Unter den Opfern sind auch zwei Schwangere. Eine von ihnen erlitt schwere Verletzungen.

APA (RKNÖ/Bohlheim)
Der Unfall ereignete sich im Rahmen einer Feier

„Unter den Schwerverletzten war auch die Braut in spe“, berichtet Christophorus 15-Pilot Walter Langebner. „Sie erlitt bei dem Unfall schwere Kopf- und Thorax-Verletzungen. Wir haben sie ins AKH-Linz geflogen.“ Der Lenker des Traktors gab laut Polizeisprecher Baumschlager an, dass er zu schnell in eine Kurve gefahren sei. Alkohol war nicht im Spiel. Der Mann am Steuer der Zugmaschine hatte 0,0 Promille.

„Die Koordination des Großeinsatzes verlief schnell und routiniert, da der Einsatzleiter rasch vor Ort war. Er wohnt ganz in der Nähe“, so C15-Pilot Langebner. Zu dem Großeinsatz wurden zwei weitere Christophorus-Notarzthubschrauber angefordert: C10 aus Linz und C2 aus Krems. C10 flog eine Schwerverletzte ins UKH-Linz, C2 eine andere in die Uniklinik St.Pölten.

Außerdem waren drei Notarzteinsatzfahrzeuge vor Ort, die die drei weiteren Schwerverletzten aufnahmen und nach Amstetten, Waidhofen/Ybbs und Steyr transportierten. „Es waren auch zwei Feuerwehren und Polizei im Einsatz“, berichtet Langebner weiter.“ Es war zwar gottseidank niemand eingeklemmt oder musste geborgen werden, besonders beim Transport der Verletzten zu den Rettungsmitteln war aber jede verfügbare Hand hilfreich.“

Ein ähnlicher Vorfall hatte sich 2016 in Euratsfeld ereignet - allerdings ging es damals glimpflicher aus: