Kollision auf Bahnübergang in Waidhofen. Pkw-Lenkerin fuhr trotz Warnsignal weiter. Schranken ging herunter. Fahrzeuginsassinnen blieben unverletzt.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 12. November 2020 (19:51)

Großes Glück hatten eine Pkw-Lenkerin und ihre Beifahrerin am Mittwochvormittag in Waidhofen. Die Frauen bogen mit ihrem Fahrzeug gegen 10.30 Uhr von Amstetten kommend gegenüber der OMV-Tankstelle von der Wiener Straße ins Patertal ein. Beim Bahnübergang übersah die Lenkerin aber, dass die Signalanlage schon rot blinkte und fuhr weiter. Am Ende des Bahnübergangs war der Schranken jedoch bereits herunten und so gab es für den Pkw kein Weiterkommen mehr.

Passant alarmierte Zugführer

Da die Rudolfsbahn aus Richtung Weyer schon heranbrauste, fuhr die Lenkerin mit dem Auto noch so weit es ging zum heruntergelassenen Schlagbaum vor. Zum Glück erkannte ein Passant auf dem parallel zur Bahnlinie verlaufendem Rad- und Gehweg die missliche Lage der beiden Frauen und gab dem Zugführer Zeichen, den Zug zu stoppen. Der Zugführer leitete sofort eine Bremsung ein und so touchierte die Bahn das Auto links hinten nur noch mit relativ geringer Geschwindigkeit. Die Zuggarnitur kam kurz nach dem Bahnübergang zum Stehen.

Im Wagen eingeschlossen

Der Wagen drehte sich durch die Kollision, die beiden Insassinnen blieben zum Glück unverletzt. Auch von den Zuggästen wurde durch die Notbremsung niemand verletzt. Da das Auto zwischen Zug und Schranken eingeklemmt wurde, ließen sich die Türen des Wagens nicht öffnen und die beiden Frauen konnten das Auto nicht verlassen. Die Freiwilligen Feuerwehren Waidhofen-Stadt und Zell wurden zu Hilfe gerufen. Nachdem der Schranken angehoben worden war, konnten die Einsatzkräfte die beiden Frauen aus dem Fahrzeug befreien. Sie kamen mit dem Schrecken davon.

Anschließend nahmen die Feuerwehrleute die Fahrzeugbergung vor. Die Rudolfsbahn war eine Stunde gesperrt.