Feuerwehren in Gaflenz gefordert. Starkregen am Freitagnachmittag verursachte Überflutungen und Vermurungen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 29. Juli 2020 (02:03)
Den ganzen Freitagnachmittag waren die Einsatzkräfte der Feuerwehren Gaflenz, Großraming, Lindau-Neudorf und Weyer gefordert. Ein Gasthaus in Gaflenz wurde überflutet. In der Lindau rutschte ein Teil eines Hanges ab.
AFK Weyer

Der punktuelle Starkregen am Freitagnachmittag forderte die Freiwilligen Feuerwehren Gaflenz, Großraming, Lindau-Neudorf und Weyer. Die Florianis mussten gleich mehrfach ausrücken, um überflutete oder unterspülte Straßen zu reinigen, Hänge nach Hangrutschungen zu sichern oder kleine Vermurungen zu beseitigen.

Kurz nach 14.30 Uhr wurde für die Feuerwehren ein Tag voller Einsätze per Sirenenalarm eingeläutet. Bei der Wetterstation in Weyer wurde laut uwz.at ein Niederschlag von rund 35 Litern pro Quadratmeter gemessen. Durch diesen punktuell sehr schnell und stark aufgetretenen Regen mussten insgesamt zehn Adressen von den Feuerwehreinsatzkräften abgearbeitet werden.

AFK Weyer

Besonders schwer trafen die Unwetter ein Gasthaus in Gaflenz. Dieses wurde im Inneren komplett überflutet. Die Einsatzkräfte unterstützten bei den Aufräumarbeiten und pumpten die Wassermassen aus dem Haus. Aufgrund des Ausmaßes der Überflutungen mussten weitere Nasssauger von den Feuerwehren Weyer und Großraming angefordert werden. Auch das Freibad in Gaflenz wurde teilweise überflutet: Hier trat Wasser in den Technikraum ein, das mithilfe einer Tauchpumpe abgepumpt werden musste.

Die B 121 war an zwei Stellen überflutet und musste von den Feuerwehrleuten gereinigt werden. Auch der Güterweg Breitenau wurde überflutet. Hier schossen große Wassermengen vom Hang auf die Straße. Die Gaflenzer Einsatzkräfte versuchten, das Wasser umzuleiten und reinigten anschließend die Straße.

Neben den Wehren aus Gaflenz, Weyer und Großraming stand auch die Freiwillige Feuerwehr Lindau-Neudorf im Unwettereinsatz. In der Lindau rutschten Teile eines Hangs ab. Die Florianis deckten den Hang mit Planen ab, um bei weiteren Regenschauern zusätzliche Schäden zu verhindern.

Insgesamt standen 60 Florianis aus vier Feuerwehren bis in den Abend hinein unermüdlich im Einsatz.