Wirtschaft 2050: Vier Referenten zum fünften Geburtstag. Karl Aiginger, Niko Paech, Othmar Karas und Ulrike Lunacek referieren im Herbst bei „Wirtschaft 2050“ in Waidhofen.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 17. Juli 2017 (09:12)
NOEN, Suzy Stöckl
ÖVP-EU-Delegationsleiter Othmar Karas denkt über die Zukunft der Union nach.

Bei freiem Eintritt namhafte Experten zu Wirtschaftsthemen zu Wort kommen zu lassen und angesichts der gegenwärtigen Krisen Alternativen aufzuzeigen, die ein friedlicheres und glücklicheres Zusammenleben ermöglichen könnten, das ist das Ziel der Veranstaltungsreihe Wirtschaft 2050.

Der dahinterstehende Verein gleichen Namens rund um Obmann Raphael Kößl ist aus einem Maturaprojekt an der HAK Waidhofen im Jahr 2010 hervorgegangen. Damals wurde die Vortragsreihe von Kößl gemeinsam mit seinen Klassenkameraden Jürgen Tatzreiter, Jakob Stockinger, Hermann Hackl und Matthias Röcklinger aus der Taufe gehoben. Christian Felber, Reinhold Mitterlehner und Stephan Schulmeister referierten.

Wirtschaft 2050
Ökonom Niko Paech von der Universität Oldenburg spricht über „Befreiung vom Überfluss“.

Nach einer dreijährigen Pause wurde das Projekt 2014 mit neuem Teammitglied Anton Pichler wieder reanimiert und ist seither ein Fixpunkt im Waidhofner Veranstaltungsherbst. In diesen drei Jahren konnten Wirtschafts-, Politik- und Medienkapazunder wie Heini Staudinger, Erich Foglar, Franz Josef Radermacher, Klaus Werner-Lobo, Johannes Gutmann, Franz Fischler, Gertrude Tumpel-Gugerrell, Sina Trinkwalder und Fabian Scheidler für Vorträge in Waidhofen verpflichtet werden. An die 200 interessierte Besucher fanden sich jedes Mal im Kristallsaal von Schloss Rothschild ein.

Wirtschaft 2050
Der langjährige WIFO-Leiter Karl Aiginger referiert über „Neue Ziele für Europa oder Zerfall“.

Im Vorjahr erhielt der Verein „Wirtschaft 2050“ mit den HAK-Schülern Ben Raffetseder, Manuel Wurzer und Manuel Teufl neuerlich Zuwachs und im September wurde das Engagement der jungen Truppe dann sogar mit dem Anerkennungspreis der Stadt Waidhofen in der Kategorie „Zukunft“ honoriert. Heuer erlebt die Vortragsreihe ihre bereits fünfte Auflage.

Vortragsreihe heuer erstmals im Plenkersaal

Über die Bühne wird sie jedoch nicht mehr im Kristallsaal, sondern aufrund der höheren Sitzplatzkapazität erstmals im Plenkersaal gehen. „Der Plenkersaal erinnert durch seine ansteigenden Sitzreihen und das angedeutete Rund an ein antikes Forum und eignet sich dadurch hervorragend für intensive Zukunftsdiskussionen“, führt Obmann Kößl aus.

Die Riege der Vortragenden bei „Wirtschaft 2050“ ist wie gewohnt hochkarätig. Den Auftakt am Donnerstag, 21. September, macht der renommierte Wirtschaftswissenschaftler Karl Aiginger von der „Querdenkerplattform: Wien – Europa“. Der Ökonom war bis 2016 elf Jahre lang Leiter des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO). In Waidhofen wird er unter dem Titel „Neue Ziele für Europa oder Zerfall“ referieren.

Am Mittwoch, 27. September, wird die Vortragsreihe von Universitätsprofessor Niko Paech fortgesetzt. Unter dem Titel „Befreiung vom Überfluss“ wird Paech das von ihm mitentwickelte Wirtschaftssystem der Postwachstumsökonomie vorstellen.

NOEN, Die Grünen
Die grüne Vizepräsidentin des EU-Parlaments Ulrike Lunacek teilt sich den Abend mit Karas.

Zum Abschluss am Montag, 9. Oktober, werden mit Ulrike Lunacek (Grüne) und Othmar Karas (ÖVP) gleich zwei hochrangige österreichische EU-Politiker darlegen, wohin sich die EU entwickeln muss, um Wohlstand und Frieden für alle Bevölkerungsschichten sicherzustellen. Der Eintritt ist frei.

 Termine

21. September, 19 Uhr, Plenkersaal: Karl Aiginger, „Neue Ziele für Europa oder Zerfall“

27. September, 19 Uhr, Plenkersaal, Niko Paech, „Befreiung vom Überfluss“

9. Oktober, 19 Uhr, Plenkersaal, Ulrike Lunacek und Othmar Karas, „Die Weiterentwicklung unserer Wirtschafts- und Währungsunion“