Waidhofen: 21,6 % weniger arbeitslos. JOBS / Arbeitslosigkeit nimmt ab, die Zahl der Jobsuchenden im Ybbstal geht zurück. AMS: Metallbranche sehr gesund!

Erstellt am 09. August 2011 (07:36)
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VON LEO LUGMAYR

WAIDHOFEN / 17 Prozent weniger Frauen und 26,4 Prozent weniger Männer als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs waren im Juli beim Arbeitsmarktservice (AMS) in Waidhofen als arbeitssuchend vorgemerkt. Damit sank die Zahl der Jobsuchenden im Ybbstal stärker als in jedem anderen Bezirk Niederösterreichs. Landesweit machte der Rückgang 2,4 Prozent aus. Mit dieser Entwicklung stehen wir in NÖ an der Spitze, sagt der stellvertretende Leiter des Waidhofner AMS Manfred Huber, der nur mehr einen Bestand von 407 Arbeitslosen zu betreuen hat, um 112 weniger als im Juli 2010. Er führt die Entwicklung auf die starke Rolle der Metallbetriebe im Ybbstal zurück, deren Auftragsbücher voll sind. Auch die Ausbauschritte der Unternehmen im Gewerbepark Kematen und im Ybbsitz Gewerbegebiet Haberlehen machten sich bereits bemerkbar. Auch Amstetten steht mit einem Minus von 13,4 Prozent bei den Arbeitslosen recht gut da.

Arbeitskräftemangel bringt  Chancen für 50 plus

Dabei profitieren Facharbeiter aller Altersgruppen von der großen Nachfrage nach Arbeitskräften. War es bisher für Frauen ab 45 Jahren und Männer ab 50 Jahren sehr schwer, eine Anstellung zu finden, so kommen derzeit auch ältere Facharbeiter leicht unter. Die Firmen holen ihre älteren Fachkräfte zurück in den Produktionsprozess, so Huber.

Gute Lehrlinge für den  Einstieg im Herbst gesucht

Auch nach Lehrlingen ist derzeit die Nachfrage groß. Die Betriebe nehmen nicht jeden, aber gute Lehrlinge sind sehr gesucht, so Huber.

Einzig für ungelernte Kräfte ist die Situation auch derzeit nicht rosig. Ohne Ausbildung wird es immer schwieriger unterzukommen, sagt Christine Paumann vom AMS, die Jugendlichen dringend dazu rät, sich bestmöglich zu qualifizieren. Ausbildung sei aber keine Altersfrage. Im Herbst bieten wir wieder eigene Programme für Wiedereinsteiger, für ältere Arbeitnehmer, Jugendliche und Personen, die besonderer Hilfestellung bedürfen, so Anita Prüller vom AMS.