Gasflasche fing Feuer: Cobra-Beamter eingeflogen. Gasflasche geriet in Brand. Polizeieinsatzkommando wurde eingeflogen.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 23. Juni 2020 (10:39)
Mit der Feuerwehrleiter wurde der Beamte in Position gebracht.
FF Waidhofen-Stadt

Zu einem heiklen Einsatz wurden die Feuerwehren Waidhofen-Stadt, Zell und Wirts am Montagvormittag in die Weyrerstraße gerufen. In der Werkstatt des Autohauses Hojas war aus bislang unbekannter Ursache eine Flasche mit Acetylengas in Brand geraten.

„Als wir am Einsatzort eintrafen, schlug eine etwa 30 bis 50 Zentimeter hohe Flamme aus der Gasflasche“, berichtet der Kommandant der Stadtfeuerwehr Waidhofen, Michael Höritzauer. Da erste Versuche, den Brand aus sicherer Entfernung zu löschen, scheiterten, begannen die Feuerwehrleute, die brennende Flasche unter massivem Wassereinsatz zu kühlen. Von einem Atemschutztrupp wurde sie dann mit einem Gestell aus der Werkstatt gebracht und im Hochwasser führenden Schwarzbach zur weiteren Kühlung gelagert.
Die Einsatzkräfte verständigten, wie in derartigen Fällen üblich, das Polizeieinsatzkommando Cobra, woraufhin zwei Beamte mit dem Hubschrauber eingeflogen wurden, um die Flasche mit gezielten Schüssen aufzuschießen. „Wir haben den Cobra-Beamten mit der Drehleiter in Position gebracht“, erzählt Höritzauer. „Auch wenn alle Schüsse getroffen haben, hat es doch schließlich 25 bis 30 Schuss gebraucht, bis ein Schuss die Flasche letztlich geöffnet hat.“

Während des Einsatzes wurde das Gebiet um das Autohaus großräumig abgesperrt. Die Anrainer wurden aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen. „Auch wenn man nach außen hin nicht so viel gemerkt hat, war das schon ein sehr brisanter Einsatz“, sagt der Feuerwehrkommandant. „Schließlich sind Brände von Gasflaschen sehr gefährlich, da es bei zu großer Hitze zur Explosion kommen kann.“

An die 50 Feuerwehrleute der Wehren Waidhofen-Stadt, Zell und Wirts standen rund vier Stunden lang im Einsatz.