Kilian im GH Kerschbaumer: Lehre in der Pandemie. Kilian Grill lernt seinen Beruf im Ybbstaler Gasthaus Kerschbaumer.

Von Katharina Kreisa. Erstellt am 19. Februar 2021 (06:02)
Gasthausinhaber Johannes Kerschbaumer (links) gratuliert Lehrling Kilian Grill zu seinem ausgezeichneten Erfolg.
PascalLichtenberger

Im Gasthaus Kerschbaumer wurden mit dem zweiten Lockdown alle Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Im ersten Lockdown befanden sich nur die Lehrlinge in Kurzarbeit. „Da zurzeit eine allgemeine Schließung der Gastronomie gilt, bieten wir Speisen zur Abholung von Mittwoch bis Sonntag während der Mittagszeit an“, sagt Inhaber Johannes Kerschbaumer.

Das Betreten des Lokals sei nur mit FFP2-Maske und Zwei-Meter-Abstand für die Abholung gestattet. Reservierungen für den Saal mussten storniert werden. „Für den Sommer erhoffen wir uns eine Wiedereröffnung. Ob Feiern tatsächlich abgehalten werden dürfen, ist fraglich“, meint Kerschbaumer. Zur Impfpflicht des Personals gibt es aktuell noch keine Informationen.

„Ich hoffe sehr, dass wir bald wieder in den normalen Betrieb übergehen können und ich die Gastronomie wieder so erleben darf, wie ich sie kennengelernt habe.“Lehrling Kilian Grill

Soziale Kontakte finden während der Arbeitszeit ausschließlich unter den gesetzlichen Bestimmungen statt. „Das Arbeiten ist seit Eintreten der Corona-Pandemie nicht das gleiche. Ich hoffe sehr, dass wir bald wieder in den normalen Betrieb übergehen können und ich die Gastronomie wieder so erleben darf, wie ich sie kennengelernt habe“, meint Lehrling Kilian Grill aus Allhartsberg.

Erfreulicherweise gibt es aufgrund der Abholung keine verlorene Ausbildungszeit für die drei Lehrlinge im Gasthaus Kerschbaumer. „Vor Kurzem habe ich die Berufsschule in Waldegg mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen. Auch dort herrschte eine strenge Mund-Nasen-Schutz-Pflicht, beispielsweise in praktischen Gegenständen wie Servieren und Kochen. Aktuell befinde ich mich wieder in Kurzarbeit“, fährt Grill fort.

Bislang sind im Gasthaus Kerschbaumer ein Härtefallfonds und ein Fixkostenzuschuss eingelangt. „Wir sind sehr dankbar dafür. Helfen tun diese staatlichen Unterstützungen dem Betrieb allerdings nur bedingt. Hoffnungsvoll erwarten wir den Umsatzersatz für November und Dezember, welcher in den nächsten Tagen eintreffen soll“, sagt Kerschbaumer.