Unmut über Sanierung. Wackelsteine am Oberen Stadtplatz wurden fest eingebettet. Unmut der Opposition über Umfang und Zustandekommen der Maßnahme Stadtchef Krammer wehrt ab.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 02. September 2016 (03:24)
Ein Pflasterabschnitt am Oberen Stadtplatz wurde nun saniert. SPÖ und Liste FUFU bekritteln die Maßnahme aus unterschiedlichen Gründen.
noen, Kössl

Wackelsteine im Waidhofner Innenstadtpflaster sind keine Seltenheit. Deshalb gibt es einen Prioritätenkatalog, der die Stadt in verschiedene Abschnitte mit unterschiedlicher Sanierungsnotwendigkeit einteilt. Anhand dieses Katalogs soll das Pflaster sukzessive und dauerhaft saniert werden.

Nach einem Stadtsenatsbeschluss wurde nun im August ein Pflasterabschnitt am Oberen Stadtplatz saniert. Am Donnerstag der Vorwoche konnten die Arbeiten abgeschlossen werden. 16.000 Euro betrugen die Kosten. Die weiteren Sanierungsschritte würden nun in Abstimmung mit den anderen Innenstadtbaustellen erfolgen, sagt Bürgermeister Werner Krammer und stellt als Nächstes die Sanierung der Spurrinnen am Unteren Stadtplatz in den Raum.

Kritik in Sachen Pflastersanierung kommt von der Opposition. Der SPÖ geht die eben durchgeführte Maßnahme aus Sicherheitsgründen nicht weit genug. Es sei lediglich der Umkehrplatz am Oberen Stadtplatz saniert worden, der Rest der dortigen Pflasterung sei aber ebenso stark renovierungsbedürftig, sagt SPÖ-Vizebürgermeister Martin Reifecker. Für ihn sei die Pflastersanierung eine Prioritätenfrage, schließlich sei für andere Dinge auch Geld vorhanden. Bei notwendigen Investitionen wie der Pflastersanierung aber werde gespart.

FUFU äußert Kritik

Kritik kommt auch von der Liste FUFU. Auch er halte die Pflastersanierung für dringend notwendig, sagt FUFU-Mandatar Martin Dowalil. Vor der politischen Sommerpause habe es aber geheißen, das gehe aufgrund der vielen Baustellen nicht. „Und plötzlich erfahre ich aus der Zeitung, dass es in der sitzungsfreien Zeit einen Stadtsenat gegeben hat, wo das beschlossen wurde“, ärgert sich Dowalil. „Aber das ist das Spiel der WVP. Heute ist es so und morgen plötzlich so.“ Indem man die Wertgrenze für einen Stadtsenatsbeschluss einhalte, wolle man sich einer breiteren politischen Diskussion zum Thema im Gemeinderat entziehen.

Stadtchef Krammer möchte die Kritik der Opposition nicht gelten lassen. Es würden jene Stellen saniert, wo es aufgrund besonderer Belastung notwendig sei. Das Zeitfenster für die Sanierung habe sich in Abstimmung mit der Baustelle in der Hintergasse kurzfristig aufgetan. Der Stadtsenat sei das zuständige Gremium für den Beschluss.