Hoher Markt: Belebung für Stadtteil . Studie, um Leerstände am Hohen Markt zu vermindern und neues Leben in Fußgängerzone einzuhauchen, wurde präsentiert. Quartiersteam nimmt Arbeit auf.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 05. Juli 2017 (04:00)
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Monika Schell-Wechselauer, Birgit Wawronek, Judith Riegler, Lydia Schröding, Michaela Schultes, Sigrid Hartner, Margarete Maxera, Irene Kerschbaumer, Kurt Hraby, Christoph Dahdal, Peter Engelbrechtsmüller sowie Jakob und Levi Anger (v.l.) nahmen am ersten Hohen-Markt-Treff teil.

Rund ein Jahr arbeiteten Architekt Wolfgang Ritsch und Stefan Lettner von der CIMA Beratung und Management GmbH an ihrer Studie zur Belebung des Hohen Marktes. Während Ritsch Aspekte der Stadtplanung und Potenziale der Gestaltung analysierte sowie einen Richtplan für den Hohen Markt definierte, konzentrierte sich Lettner auf den immobilienwirtschaftlichen Teil.

Präsentation im "Weißen Rössl"

Die beiden Studienautoren führten Gespräche mit 13 Besitzern von leer stehenden Objekten am Hohen Markt. Für jedes dieser Objekte wurde ein Datenblatt angelegt, welches neben den Eckdaten der Immobilie, einer Fotodokumentation und einer Zustandsbewertung auch einen Nutzungsvorschlag beinhaltet. Für künftige Akquirierungs- und Ansiedelungsbemühungen am Hohen Markt geben die Studienautoren zehn Empfehlungen.

Nachdem die Studie am Montag der Vorwoche dem Waidhofner Gemeinderat präsentiert worden war, wurde sie tags darauf im ehemaligen Gasthaus „Weißes Rössl“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Rund 65 interessierte Bürger kamen.

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Mischung verschiedener Maßnahmen

Der Hohe Markt habe durchaus Potenzial, es bedürfe aber einer Mischung verschiedenster Maßnahmen, um ihm neues Leben einzuhauchen, so die Studienautoren. Handlungsbedarf wird bei der Gestaltung und der Möblierung, aber auch beim Angebot gesehen. „Ohne Angebot keine Frequenz“, so Lettner. Die offenen Marktpotenziale in Waidhofen seien jedoch nicht allzu groß, er empfiehlt am Hohen Markt Nischen zu besetzen. Eine qualitative Neuausrichtung sei notwendig, so Ritsch. In erster Linie sollten die Erdgeschoßflächen aktiviert werden.

Engagiert startete dann am Samstag das neu konstituierte Quartiersteam ihren ersten Hohen-Markt-Treff. Dieser geht künftig unter der Ägide von Innenstadtkoordinator Kurt Hraby monatlich von 10 bis 12 Uhr im Marxera-Haus, Hoher Markt 22, über die Bühne. Dabei können Ideen für die weitere und nachhaltige Nutzung des Hohen Marktes eingebracht werden (nächster Termin: 5. August).