Radachse kommt. Mandatare beschließen 380.000 Euro für Radachse von Hauptbahnhof in Innenstadt. Liste FUFU und FPÖ dagegen.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 08. September 2014 (12:10)
Der Grundsatzbeschluss über die Radachse sieht vor, die Kreuzung in der Wiener Straße gänzlich umzugestalten und so die Verkehrssicherheit in diesem Bereich zu erhöhen.
NOEN, Kössl
Ein Grundsatzbeschluss über den Ausbau der Radachse vom Hauptbahnhof in die Innenstadt stand bei der außerordentlichen Gemeinderatssitzung am Montag der Vorwoche ebenfalls auf der Tagesordnung. Der genaue Verlauf dieser Radweganbindung wurde den Waidhofner Mandataren von Baudirektor Alfred Fangmeyer vor der Sitzung dargelegt.

Umgesetzt soll ein kombinierter Geh- und Radweg werden, wobei der Kreuzungsbereich zwischen der Wiener Straße, dem Patertal und der Unteren Zellerbrücke gänzlich neu gestaltet werden soll. Der derzeitige Fußgängerübergang wird stadteinwärts versetzt und soll auch für Radfahrer zur Verfügung stehen.

Verlängerung des Radwegs bis zur Raifberger Brücke?

Über den Schlossweg kommend soll die Radachse dann über diese Querung der Wiener Straße bergseitig ins Patertal hinaufführen und dann neben den Bahngleisen in Richtung Hauptbahnhof führen. Um ein problemloses Nebeneinander von Fußgängern und Radfahrern zu ermöglichen, soll der bestehende Weg verbreitert werden. Eine sicherheitstechnische Verbesserung bei den Gleisquerungen soll ebenfalls erfolgen. Umgesetzt werden soll das Projekt 2015 in mehreren Abschnitten, wobei zuerst die Umgestaltung der Kreuzung angedacht ist und 2016 die Wegverbreiterung folgen soll.

Verkehrsstadtrat Alfred Beyer wünscht sich langfristig eine Verlängerung dieses Radwegs bis zur Raifberger Brücke hinaus. Geht es nach dem SPÖ-Mandatar, soll diese Verlängerung weiter entlang der Schienen bis zur Kläranlage erfolgen.

FPÖ und Liste FUFU: Kein Geld für Projekt da

Budgetiert ist diese Radanbindung mit 380.000 Euro. Die Umsetzung erfolgt vorbehaltlich einer Förderzusage aus den Mitteln des Klima- und Energiefonds. Um die Gelder hat man bereits angesucht, da die Frist für das Förderansuchen Anfang August abgelaufen ist. Bei einer Förderzusage würden die tatsächlichen Kosten für die Stadt bei etwa 190.000 Euro liegen.

„Ein tolles Projekt“, so FPÖ-Gemeinderat Karl-Heinz Knoll in der Gemeinderatssitzung. „Nur leider können wir es uns nicht leisten.“ Ins selbe Horn stieß FUFU-Mandatar Martin Dowalil: „Ein sinnvolles Projekt, aber finanziell nicht tragbar.“ „Wenn wir der Meinung sind, dieses Projekt ist wichtig, dann werden wir es auch finanzieren können“, so Finanzstadtrat Werner Krammer (WVP). „Wir sind ja kein Sparverein.“

Anbindung an den Ybbstalradweg

WVP-Stadtrat Franz Sommer verwies auf das Wasser- und Kanalprojekt, das nächstes Jahr in der Wiener Straße umgesetzt werden soll. Wenn man schon in der Wiener Straße umbaue, so sei es sinnvoll, diese Radweganbindung gleich mit umzusetzen, so Sommer. Außerdem sei eine Verbesserung im Kreuzungsbereich für die Alltagsradfahrer notwendig und es solle eine Anbindung an den Ybbstalradweg erfolgen.

„Eine Umsetzung zu einem späteren Zeitpunkt würde dieses Projekt extrem verteuern“, meint auch Verkehrsstadtrat Beyer. Und auch aus sicherheitstechnischen Gründen sei es notwendig. Auch Grüne-Mandatar Erich Abfalter erachtet eine Umsetzung des Projekts im Zuge der Baumaßnahmen in der Wiener Straße für sinnvoll. Der Grundsatzbeschluss wurde schließlich mit Gegenstimmen der Liste FUFU und der FPÖ beschlossen.