Schneekanonen für die Forsteralm. Studie der Uni Innsbruck: Moderne Beschneiung könnte Betriebstage deutlich erhöhen.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 01. März 2017 (03:00)
NÖN
Der kalte, schneereiche Winter sorgte für eine erfolgreiche Saison auf der Forsteralm. Einer wissenschaftlichen Studie nach könnte das Skigebiet mit einer neuen Beschneiungstechnik zukunftsfit gemacht werden.

Auf eine erfolgreiche Saison kann man schon jetzt im Skigebiet Forsteralm blicken. Der kalte und schneereiche Winter führte zu einer guten Auslastung.

"Rechnen mit rund 50.000 Eintritten"

„Wir rechnen damit, dass wir bis Saisonende rund 50.000 Eintritte verbuchen können“, sagt ÖVP-Nationalratsabgeordneter Andreas Hanger, der sich zuletzt stark für den Erhalt des Skigebiets eingesetzt hat. „Damit sind wir deutlich über dem Break-Even-Point.“ Dieser liegt bei rund 24.000 Eintritten. Letzte Saison konnt man lediglich 12.879 verbuchen.

Wie die NÖN berichtete, gelang es im Herbst durch einen länderübergreifenden Schulterschluss, das Skigebiet vor dem Zusperren zu bewahren. Die Gemeinden Waidhofen, Ybbsitz, Opponitz, Hollenstein, Gaflenz, Weyer, Maria Neustift und Großraming kauften die Infrastruktur, und die Sportunion Waidhofen, das Unternehmen Sport Ginner sowie die Skischule Manfred Großberger übernahmen den Liftbetrieb.

Finanzielle Mittel via Crowdfunding

Damit war die Wintersaison 2016/17 gesichert. Wie es weiter geht, wollte man von einer wissenschaftlichen Studie der Universität Innsbruck abhängig machen. Diese liegt nun vor.

Sie kommt zu dem Schluss, dass es bei einer zu erwartenden Temperaturerhöhung um 0,5 Prozent mit einer modernen Beschneiungstechnik auch in dieser Höhenlage möglich sei, die Anzahl der durchschnittlichen Betriebstage deutlich zu erhöhen.

Die Kosten für ein derartiges Investment würden sich zwischen einer und 1,5 Mio. Euro bewegen, so Hanger. Eine Zusage des Landes OÖ über eine 50-Prozent-Förderung bei einer maximalen Investitionssumme von 1,5 Mio Euro liegt vor. Dabei sei von einer Betriebspflicht von bis zu zehn Jahren auszugehen, sagt Hanger. Diese gelte es aber noch auszuverhandeln.

Planungskonzept bis April

Weitere finanzielle Mittel sollen via Crowdfunding aufgebracht werden. Waidhofens Bürgermeister Werner Krammer möchte auch das Land NÖ überzeugen, Fördergeld für die Fortführung der Forsteralm fließen zu lassen. Bis April soll nun ein Planungs- und Kostenkonzept erarbeitet werden. Dann könnte man mit dem Crowdfunding starten.

Parallel dazu gilt es, in einer dritten Stufe die Forster alm als ganzjährigen Erlebnis- und Freizeitraum zu entwickeln. Dies soll im Rahmen eines EU-geförderten LEADER-Projekts erfolgen. Ein Ideenwettbewerb, bei dem sich die Bürger des Ybbs- und Ennstals einbringen können, ist dafür angedacht.