Waidhofen an der Ybbs

Erstellt am 09. August 2017, 05:00

von Lisa Hofbauer

Viele Erfolge für "Beeofix"-Erfinderin. Die Waidhofnerin Christa Rohringer entwickelte in Wachs getränkte Tücher, um Plastik- und Alufolien zu vermeiden.

Die Waidhofnerin Christa Rohringer entwickelte ein Tuch aus Bienenwachs, um Alu- und Plastikfolien aus ihrem Haushalt verbannen zu können – und schaffte es damit unter die besten Fünf beim Jimdo-Gründerslam.  |  Beeofix

Es ist noch gar nicht so lange her, dass die Waidhofnerin Christa Rohringer ihre Idee am Waidhofner Wochenmarkt vorgestellt hat: Gemeinsam mit ihrer Tochter präsentierte die mittlerweile überaus erfolgreiche Unternehmerin am Karfreitag dieses Jahres das Produkt „Beeofix“ am Oberen Stadtplatz.

"Wollte Plastik- und Alufolien vermeiden"

„Ich wollte Plastik- und Alufolien grundsätzlich aus meinem Haushalt verbannen. Also begann ich, mit Bienenwachstüchern zu tüfteln“, so die Unternehmerin und Beeofix-Gründerin Christa Rohringer.

Das Bienentuch soll unter anderem dazu dienen, Lebensmittel länger frisch zu halten.  |  Beeofix

Das Bienenwachstuch wurde zunächst für den Eigenbedarf sowie für Freunde und Verwandte produziert. „Nach vielen positiven Rückmeldungen sowie dem erfolgreichen Probelauf am Waidhofner Wochenmarkt, beschloss ich, die plastikfreien und nachhaltigen Bienenwachstücher mehr Menschen zugänglich zu machen“, so Rohringer.

Die Funktionen der Biowachstücher sind vielfältig. Beeofix-Tücher werden in Bio-Bienenwachs, Biojojobaöl und Baumharz getränkt, wodurch es wie herkömmliche Folien verwendet werden kann. „Ziel der Tücher ist es, Müll zu vermeiden und unseren Kindern eine saubere, lebenswerte Umwelt zu erhalten“, so Rohringer. Die Tücher können sowohl mehrmals wiederverwendet als auch umweltfreundlich entsorgt werden.

NETs.werk und Hofladen vertreiben bald Beeofix

Beeofix bietet eine umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Plastik- und Alufolien.  |  Beeofix

Auch außerhalb Waidhofens wurde die Nützlichkeit des Bienenwachstuchs bereits entdeckt. Zero Waste Austria kürte Beeofix etwa zum Projekt des Monats Juni und im Juli kam das ökologische Wachstuch unter die fünf Finalisten beim Jimdo-Gründerslam 2017 – und das aus über 3.200 Einsendungen. Auf den Lorbeeren ausruhen möchte sich Christa Rohringer nach dem Erfolg bei den Bewerben aber nicht.

„Das NETs.werk, das Filialen von NÖ bis nach Wels hat, kündigte bereits Interesse an Beeofix an“, so die Unternehmerin. Auch im NETs.Werk in Gstadt sowie im Biohofladen in Waidhofen sollen die Bienenwachstücher demnächst angeboten werden.