Wirtschaft-2050-Obmann Kößl für Ausbau der Öffis. Am 4. Mai findet in Waidhofen zum zweiten Mal eine Klimademo statt.

Von Lisa Hofbauer. Erstellt am 02. Mai 2019 (15:20)
Kössl
Eine ökologische Steuerreform wurde beim ersten Klimaprotest im April gefordert. Bei der zweiten Klimademo am 4. Mai steht die Forderung nach einem umweltfreundlichen Mobilitätskonzept im Vordergrund.

„Jeder Tag, den wir verstreichen lassen, ohne wirksame Klimapolitik zu betreiben, fällt uns in Zukunft doppelt schwer auf den Kopf“, sagt Raphael Kößl, Wirtschaft-2050-Obmann und einer der Organisatoren der Waidhofner Klimaproteste. Aus diesem Grund geht man in Waidhofen am Samstag, 4. Mai, bereits zum zweiten Mal für den Klimaschutz auf die Straße.

Während bei der ersten Klimademo die Forderungen nach einer ökologischen Steuerreform und die Besteuerung des Flugverkehrs im Vordergrund standen, will man sich dieses Mal für einen Ausbau des öffentlichen Verkehrssystems einsetzen. „Wir fordern Mobilitätskonzepte, die vom öffentlichen Verkehr ausgehen, den Ausbau der Bus- und Bahnstrecken und eine preisgünstige Öffi-Jahreskarte“, sagt Organisator Raphael Kößl. „Mobilität soll in Zukunft abseits von Flugverkehr und Privat-Pkw funktionieren.“

„Mehr Bahn und weniger Flugverkehr ist für uns das Gebot der Stunde, wenn wir die Klimakrise wirksam bekämpfen wollen“, sagt Organisationsmitglied Elisabeth Austaller. Aus diesem Grund spricht man sich vehement gegen die Genehmigung der dritten Piste am Flughafen Wien aus. „Das ist mit den Pariser Klimazielen absolut nicht vereinbar“, sagt Austaller.

Auch beim zweiten Protest wird wieder symbolisch um kurz vor 12 Uhr demonstriert: Um 11.15 Uhr treffen sich die Demonstranten beim Viaduktparkplatz, um dann anschließend über die Mühlstraße an der Sparkasse vorbei zum Unteren Stadtplatz zu marschieren. Am Freisingerberg wird die Kundgebung stattfinden.

Über 200 Personen setzten sich bei der ersten Demo für das Klima ein. „Die Forderung nach effektivem Klimaschutz ist vielen ein großes Anliegen und genau das wollen wir sichtbar machen“, sagt Julia Bösendorfer. Natürlich hofft man, auch beim zweiten Klimaprotest wieder viele Mitstreiter zu finden.