1.000 Kubikmeter Schnee für Nachtslalom in Innenstadt. TZW-Schüler laden am 30. März zum Skirennen am Freisingerberg. 1.000 Kubikmeter Schnee werden hergekarrt.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 13. März 2019 (04:00)
TZW
Das Organisationsteam des City Night Race rund um den sportlichen Leiter des TZW, Andreas Koch (l.): Alexandra Hofer, Josef Rodlhofer, Kristina Eichberger, Manuel Bauer, Lisa Pilz, Moritz Frank und Antonio Rosa (v.l.).

Am Samstag, 30. März, wird die Waidhofner Innenstadt zur Skirennarena. Moritz Frank, Antonio Rosa, Manuel Bauer, Josef Rodlhofer, Alexandra Hofer, Lisa Pilz und Kristina Eichberger haben es sich nämlich zur Aufgabe gemacht, im Rahmen ihres Maturaprojekts am TZW Waidhofen einen Parallel-Skislalom im Herzen der Ybbstalmetropole zu organisieren. Über die Bühne gehen wird das Rennen am Freisingerberg, der dafür zum Skihang mutiert. Um 17 Uhr soll der Startschuss für dieses erste Waidhofner „City Night Race“ erfolgen.

„Wir wollten für unser Maturaprojekt etwas ganz Besonderes machen“, erzählt Organisator Moritz Frank. „Andreas Koch, der sportliche Leiter des TZW, hat uns dann diesen Vorschlag gemacht. Eigentlich sollte das Ganze erst 2021 zum 50-jährigen Jubiläum des TZW über die Bühne gehen. Nun machen wir eben heuer schon die Generalprobe.“

„Sicherheitshalber lassen wir Schneedepots mit insgesamt 1.500 Kubikmetern anlegen.“Moritz Frank, Organisator

Um das Skirennen am Freisingerberg durchführen zu können, lässt das Organisationsteam Schnee von der Forsteralm und vom Königsberg in die Innenstadt bringen. Rund 980 Kubikmeter werden benötigt. „Sicherheitshalber lassen wir aber Schneedepots mit insgesamt 1.500 Kubikmetern anlegen“, sagt Frank. „Wir sorgen vor, damit uns der Schnee nicht ausgeht.“ 50 Lkw-Fuhren werden notwendig sein, um den Schnee aus den Skigebieten in die Innenstadt zu karren. Übernehmen wird den Schneetransport am Vortag die Firma Perger aus Hollenstein. Die ursprünglich geplante Rampe am Freisingerberg wird jedoch nicht aufgestellt. „Das wäre zu aufwendig“, sagt Frank. „Es wird einfach der Schnee am Freisingerberg aufgeschüttet.“ Um dann eine ordentliche Piste zu bekommen, wird auch ein Pistengerät in der Innenstadt im Einsatz sein.

Gesteckt werden zwei Slalomkurse – ein roter und ein blauer – mit jeweils neun bis zehn Toren. Gestartet wird am Oberen Stadtplatz beim Modehaus Pöchhacker. Danach geht es für die Rennläufer den Freisingerberg hinunter Richtung Ziel. Abgeschwungen wird links bzw. rechts vom Stadtbrunnen am Unteren Stadtplatz.

Einzel- und einen Teambewerb geplant

Mitmachen kann bei dem Rennen ein jeder. Es gibt einen Einzel- und einen Teambewerb. Beim Einzelbewerb ist man mit einem Startgeld von 15 Euro dabei. Danach sind in einem Parallelrennen sowohl der blaue als auch der rote Kurs zu bezwingen. Die beiden Läufe werden dann addiert und die schnellsten vier Damen und die schnellsten vier Herren steigen ins Halbfinale auf. Dann wird der Sieger im K.O.-Verfahren ermittelt.

Rund 50 Hobbyläufer haben sich im Einzelbewerb für das City Night Race bereits angemeldet. Die Veranstalter rechnen mit rund 100 Startern, die dann in einem Intervall von 20 bis 30 Sekunden den Freisingerberg hinuntergeschickt werden. Beschränkt ist die Teilnehmerzahl im Einzelbewerb aber nicht.

Prominente TZW-Absolventen am Start

Anders im Teambewerb, der sich an Firmen richtet und ein Startgeld von 500 Euro kostet: Hier gibt es acht Startplätze, wobei fünf bereits vergeben sind. Gefahren wird in Vierer-Teams, welche sich aus drei Mitarbeitern und einem Starläufer zusammensetzen. Als Starläufer konnte das Organisationsteam prominente TZW-Absolventen gewinnen. So gehen Katharina Gallhuber, Thomas Sykora, Marc Digruber, Andreas Buder und Christoph Krenn, aber auch Skilegende Anton „Jimmy“ Steiner an den Start. Die Zuteilung der Stargäste zu den acht Teams erfolgt per Zufallsprinzip. Gewertet werden im Teambewerb von den vier Läufern die drei schnellsten Zeiten. Anmelden zu beiden Bewerben kann man sich auf der Homepage des Events (siehe Infobox).

Neun bis zehn Sekunden werden die Laufzeiten in etwa betragen, schätzt TZW-Schüler Moritz Frank. Alle 20 bis 30 Sekunden soll ein Läufer nach unten geschickt werden. Da die Straßenbeleuchtung nicht ausreicht, sorgt eine mobile Flutlichtanlage zusätzlich für Licht.

Live-Stream und Videowall

Die Zuschauer können das Rennen vom Gehsteig am Freisingerberg oder vom Unteren Stadtplatz aus verfolgen. Zusätzlich wird ein Kamerateam das Night Race auf eine Videowall übertragen und wird es einen Live-Stream im Internet geben. Für die 500 bis 1.000 Zuschauer, die das Organisationsteam bei dem Event erwartet, wird eine Fanmeile in der Innenstadt eingerichtet.

Nach der Siegerehrung, die um 21 Uhr noch vor Ort erfolgen wird, wird dann zur After-Show-Party in den Kristallsal des Rothschildschlosses geladen. Da die Vorbereitungen dieses Rennevents einige Zeit in Anspruch nehmen, wird es zu verkehrstechnischen Einschränkungen kommen. Der Freisingerberg und der Obere Stadtplatz werden ab Freitagmittag für den motorisierten Verkehr gesperrt. Der Untere Stadtplatz ist dann ab Samstagmittag zu.