Arbeitsmarkt in Region stagniert. Arbeitslosigkeit steigt im August um 4,1 Prozent. Verweildauer im Ybbstal noch niedrig.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 13. September 2019 (03:54)
Kössl
AMS-Leiterin Anita Prüller

382 Personen waren Ende August am AMS Waidhofen als arbeitslos vorgemerkt. Im Vergleich zum Vorjahr waren um 15 Personen (plus 4,1 Prozent) mehr ohne Job.

Die Arbeitslosenquote für August lag bis Redaktionsschluss noch nicht vor. Im Juli betrug sie 3,3 Prozent. Das ist nach dem Bezirk Scheibbs noch immer der zweitniedrigste Wert von ganz Niederösterreich. „Wir stagnieren, weil sich bei uns zuletzt einige Einstellzusagen verschoben haben“, sagt Waidhofens AMS-Leiterin Anita Prüller.

„Man merkt, dass die wirtschaftliche Entwicklung nicht mehr in dem Tempo weitergeht, wie wir es zuletzt gewohnt waren.“ Dennoch sei die Verweildauer in der Arbeitslosigkeit in Niederösterreich noch niedrig. In Waidhofen sei man mit durchschnittlich nur 105 Tagen sogar Spitzenreiter. „Das ist ein sehr positives Zeichen“, sagt Prüller.

Für Unternehmen sei es in manchen Branchen schwierig, Personal zu bekommen – so seien Stubenmädchen gefragt. Gerade in exponierteren Lagen sei die Vermittlung aber aufgrund mangelnder öffentlicher Verkehrsmittel nicht leicht, führt die AMS-Chefin aus und hält fest: „Sehr positiv ist allerdings, dass die Zwergenschaukel ihr Betreuungsangebot erhöht hat.“