Begegnungsraum in Schwebe. Konzept für offenen Raum muss überdacht werden. Skepsis bei Pfarre. Diözese genehmigt Anstellung für Betreuung nicht.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 03. Juli 2019 (04:36)
Kössl
Der Begegnungsraum am Hohen Markt ist derzeit in Schwebe.

Ein offener Begegnungsraum, der von Vereinen und Initiativen genutzt werden kann, soll am Hohen Markt entstehen. Deshalb beschloss die Stadt in der letzten Gemeinderatssitzung die Anmietung der Räumlichkeiten des ehemaligen Modegeschäfts Cecil.

Die Beschlussfassung erfolgte jedoch unter einem Vorbehalt: Um eine adäquate Betreuung des Raums sicherzustellen, hätte die ehemalige Pastoralassistentin Roswitha Bramauer über die Diözese angestellt werden sollen. Daraus wird jedoch nichts. „Ich muss leider mitteilen, dass es diese Anstellung nicht geben wird und dieser Begegnungsraum deshalb nicht in der vorgestellten Art und Weise verwirklicht wird“, berichtet Bramauer.

Krammer: "Alternativen ausloten"

Stadtpfarrer Herbert Döller habe die Befürchtung geäußert, dass durch eine kirchliche Anstellung ein Zwiespalt in der Pfarre entstehen könnte, erläutert sie. Da eine Anstellung durch die Diözese aber ein Einvernehmen mit der Pfarre voraussetze, werde diese von der Diözese nicht genehmigt. „Ich akzeptiere diese Entscheidung und verstehe es auch bis zu einem gewissen Grad, dass neue Wege in der Kirche eine Herausforderung darstellen und auch Unsicherheit erzeugen“, sagt Bramauer. Pfarrer Herbert Döller war aufgrund von Exerzitien bis Redaktionsschluss für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Bürgermeister Werner Krammer will an dem Projekt dennoch festhalten. „Ich halte es für eine spannende Sache“, sagt der Stadtchef. „Deshalb werden wir über den Sommer Alternativen ausloten, um diesen Begegnungsraum auch ohne Anstellung umsetzen zu können.“