Beta-Campus: Fabrik abgerissen. Teil der Bene-Fabrik geschleift. Zehn Einladungen für Architekturwettbewerb. Sieger soll im Frühjahr 2020 feststehen.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 23. Oktober 2019 (04:35)

Auf Hochtouren liefen vergangene Woche die Abrissarbeiten am Bene-Areal auf der Zell. Mehrere Gebäudeteile der ehemaligen Möbelfabrik sowie die Villa in der Moysesstraße wurden dabei vollständig geschleift.

Lediglich das zentrale Werk 3 in der Mitte des Areals blieb bestehen. Abgerissen wurde auch das Haus an der Ecke Sandgasse und Pfarrgasse. Erst vor etwa zwei Wochen hat die Wohnbaugenossenschaft Alpenland dieses gekauft. „Dadurch ergeben sich völlig neue Möglichkeiten für die Verkehrsanbindung an das Areal“, sagt Bürgermeister Werner Krammer.

Wie die NÖN berichtete, soll auf dem Gelände der sogenannte Beta-Campus entstehen – ein Ort, an dem eine Vernetzung zwischen Arbeit und Wohnen, Forschung und Entwicklung sowie Bildung und Freizeit erfolgen soll. So wird etwa die Polytechnische Schule hierher übersiedeln und es sollen Wohnungen für Lehrlinge entstehen.

Begonnen wurde das Projekt im November 2018, indem in den drei ehemaligen Bürgerhäusern in der Pfarrgasse Workshop- und Coworking-Flächen realisiert wurden. Nun soll der Campus auf das gesamte Areal ausgedehnt werden.

Mittlerweile wurden zehn namhafte Architekten eingeladen, ihre Vorschläge zur Umsetzung des Projekts vorzulegen.

Crème de la Crème der Architekturszene

„Dabei handelt es sich um die Crème de la Crème der österreichischen Architekturszene“, freut sich Stadtchef Krammer. Für die Abwicklung des Wettbewerbs wurde ein kooperatives Verfahren festgelegt. So soll es Anfang November einen Workshop unter Teilnahme aller in das Projekt involvierten Partner geben, um die Vorschläge für das Projekt zu präzisieren.

Neben der Wohnbaugenossenschaft Alpenland, als Besitzerin des Areals, und der Gemeinde werden auch der Verein Beta-Campus, die Eisenstraße NÖ, die Zukunftsakademie Mostviertel und die Schulen eingebunden.
Für Anfang kommenden Jahres ist dann ein zweiter Workshop angedacht, bei dem aus den zehn eingelangten Architektenvorschlägen drei Favoriten ausgewählt werden und im März bzw. April soll dann der Sieger von einer Jury gekürt werden.

Ein Wunsch des Bürgermeisters ist es jedenfalls, eine Verbindung zwischen dem schon bestehenden Teil des Beta-Campus und dem alten Fabriksgebäude bzw. dem Neubau zu schaffen. „Das ganze Projekt soll eine Einheit werden“, sagt Krammer. Der Stadtchef rechnet damit, dass bereits Ende 2020, Anfang 2021 mit den Bauarbeiten gestartet werden kann. Nach eineinhalb bis zwei Jahren könnte der Beta-Campus dann fertig sein.