Betreuung in Ferien im Fokus. SPÖ fordert Ausbau der Ferienbetreuung. Für Bürgermeister Werner Krammer (WVP) ist Kinderbetreuung gesichert.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 03. Juni 2020 (04:39)
Sportunion-Obmann Wolfgang Schorn, KinderUNIversum-Kuratorin Gudrun Schindler-Rainbauer, Bürgermeister Werner Krammer und Birgit Fabian (Referat Familie, Jugend und Soziales) (v.l.) stimmten das Ferienprogramm für den Sommer ab.
Magistrat

Eine Ferienbetreuung und -förderung für alle Kinder, die diese benötigen, vonseiten der Gemeinde bereitzustellen, fordert die SPÖ in einer Aussendung ein.

Die heurigen Sommerferien würden für viele Familien eine noch größere Herausforderung darstellen als in den Jahren zuvor, da Urlaube in den letzten Wochen bereits teilweise aufgebraucht werden mussten und Kurzarbeit oder sogar Jobverlust für finanzielle Einschnitte sorgen würden, heißt es darin.

SPÖ-Vizebürgermeister Armin Bahr möchte eine leistbare Betreuung für alle Familien.
NÖN

Grundsätzlich könne man sich in Waidhofen glücklich schätzen, dass es seit Jahren von 7 bis 16 Uhr ein Ferienbetreuungsangebot der Stadt für alle Kinder zwischen drei und zehn Jahren um maximal 28 Euro pro Kind und Woche gebe, schreibt die SPÖ weiter. Bekrittelt wird allerdings, dass die reguläre Voranmeldungsfrist schon im März ende – zu einem Zeitpunkt, als heuer die Auswirkungen der Coronakrise für die Familien noch nicht absehbar gewesen seien.

„Für uns ist es wichtig, dass allen Familien in Waidhofen ein gutes Leben und Arbeiten möglich ist“, sagt SPÖ-Gemeinderätin Katharina Bahr. Auf Nachfrage sei ihr seitens des Magistrats mitgeteilt worden, dass es aufgrund der aktuellen Situation nun schon zu einigen Nachanmeldungen für die Ferienbetreuung gekommen sei. Für die SPÖ-Gemeinderätin ist klar: „Hier zeichnet sich ein erhöhter Bedarf ab.“

Jedes Kind in Waidhofen habe einen Anspruch auf einen leistbaren Ferienbetreuungsplatz, wenn es diesen benötige, sagt SPÖ-Vizebürgermeister Armin Bahr. „Das müssen wir als Gemeinde für unsere Familien sicherstellen können. Zusätzlich wäre es natürlich wünschenswert, wenn wir unseren Kindern nicht nur Betreuung, sondern auch Förderung in den Ferien bieten können. Denn einigen Kindern war es in den letzten Wochen nicht so leicht wie anderen möglich, sich den schulischen Aufgaben zu widmen.“

SPÖ möchte Förderung, nicht nur Betreuung

Die SPÖ fordert nun, das vorhandene Ferienbetreuungsangebot seitens der Stadt zu konkretisieren und klar zu kommunizieren sowie Nachanmeldungen zu ermöglichen. In einem zweiten Schritt solle dann eine Ferien- und Lernbetreuung organisiert werden.

„Die Kinderbetreuung ist gesichert“, sagt Bürgermeister Werner Krammer (WVP) und verweist auf den Sommerkindergarten in den ersten und letzten drei Ferienwochen sowie die Möglichkeit zur ganztägigen Ferienbetreuung. Zur SPÖ-Kritik hinsichtlich der Voranmeldung bis März merkt der Stadtchef an:

„Dabei handelt es sich nur um die erste Frist, damit dem Land der vorläufige Bedarf gemeldet werden kann. Wenn noch Platz benötigt wird, stellen wir diesen jederzeit bereit.“ Darüber hinaus werde es ein breites Ferienprogramm geben, um dem erhöhten Bedarf an einer Kinderbetreuung in Folge von Covid-19 entsprechen zu können, hält der Bürgermeister fest.

Stadt, Sportunion und KinderUNIversum

KinderUNIversum, Sportunion und Stadtgemeinde würden ein Angebot bereitstellen. „Zuerst mussten wir aber die gesetzlichen Rahmenbedingungen für eine mögliche Durchführung abwarten“, sagt der Stadtchef. „Gemeinsam haben wir uns nun auf ein Angebot geeinigt, das allen Vorschriften entspricht, aber Familien trotzdem krisenfreie Ferien ermöglicht.“

Alle Angebote auf einem Blick werden ab 10. Juni auf der Stadthomepage zu finden sein. Auch Anmeldungen werden hier online möglich sein.

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