Rotary Club baute Haus für bedürftige Familie. Für bedürftige Familie in Bosnien errichteten Rotarier ein Holzhaus.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 22. Juni 2019 (04:50)
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Präsident Günther Hassler übergab der jungen Familie den Schlüssel für ihr neues Zuhause.

Der Rotary Club Waidhofen-Amstetten errichtete in den beiden vergangenen Wochen ein Einfamilienhaus für eine bedürftige Familie in der Region Srebrenica in Bosnien und Herzegowina. Die Initiative dazu war vom gegenwärtigen Rotary-Präsidenten Günther Hassler ausgegangen, der im Rahmen des Jahresprogramms die Kräfte des Clubs für diese Initiative bündelte. Die Kosten für das Haus wurden mit den Einnahmen der Benefizveranstaltung mit Gery Seidl finanziert, die kürzlich in Amstetten stattgefunden hat.

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Das zwölfköpfige Team des Rotary Club Waidhofen-Amstetten errichtete in den beiden vergangenen Wochen ein Einfamilienhaus für eine bedürftige Familie in der Region Srebrenica in Bosnien und Herzegowina.

Am 25. Mai brach nun eine Gruppe von Rotariern auf, um ein Haus in der Region Srebrenica zu bauen. „Bosnien leidet noch an den Folgen des Balkankriegs 1995, im Besonderen ist die Region Srebrenica durch den Genozid an der bosnischen Bevölkerung im Zuge dieses Kriegs noch immer traumatisiert und zutiefst gespalten“, sagt Hassler.

Die Errichtung des Hauses wurde in Zusammenarbeit mit der österreichischen Organisation „Bauern helfen Bauern“ durchgeführt, die auch die Auswahl der Familie, die das Haus erhalten sollte, vornahm.

„Das Haus wurde für eine junge Familie mit einem Kind errichtet, die bisher unter sehr beengten Verhältnissen bei den Eltern wohnen musste“, sagt Hassler. Abgesehen von der Bautätigkeit wurde noch Zeit gefunden, um die Rotary Clubs in Tuzla und Srebrenica jeweils am Abend zu besuchen.

Abseits von den Bauarbeiten besuchten die Rotarier das Srebrenica Genozid-Memorial in Potocari. Im Juli 1995 waren in der Region Srebrenica über 8.000 Bosnier, fast ausschließlich muslimischen Glaubens, von der Armee der Republika Srbska ermordet und in Massengräbern verscharrt worden.

„Der Besuch der Gedenkstätte ist bedrückend, selten wird die Brutalität und das sinnlose Morden an der Zivilbevölkerung in einem kollektiven Wahn so schonungslos und offen gezeigt wie hier“, berichten die Rotarier. „Trotz teilweise widriger Wetterbedingungen konnte das Haus, wie geplant, gemeinsam mit den einheimischen Arbeitskräften bis Donnerstag vergangener Woche fertiggestellt werden“, so Hassler. Die Familie schlachtete als Dank dafür ein Schaf, das am Spieß zubereitet wurde.