Corona-Impfstart bei steigenden Infektionszahlen. Impfstraße im Rothschildschloss nahm Freitagmittag Betrieb auf. 18 aktive Fälle in Waidhofen/Ybbs.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 26. Februar 2021 (18:29)
Politiker erhielten im Pflegeheim Eberschwang eine Corona-Impfung
APA (KEYSTONE)

Freitagmittag erfolgte der Impfstart auf der im Waidhofner Rothschildschloss eingerichteten Impfstraße. Im Fünf-Elemente-Museum wurden Personen über 80 Jahre gegen das Coronavirus geimpft. Für das erste Wochenende sei die Impfstraße ausgebucht, berichtete Bürgermeister Werner Krammer.

Wie die Auslastung am kommenden Wochenende sei, wenn zwischen Freitag und Sonntag die nächsten Personen über 80 Jahre ihre Impfdosis bekommen, konnte Krammer am Freitag noch nicht sagen. Sollten aber Impfdosen übrig bleiben, so würden diese an Impfstellen, wo es Mehrbedarf gebe, übergeben, hielt der Stadtchef fest.

Das 5e-Museum ist dieses und kommendes Wochenende aufgrund der Impfungen geschlossen. Die im Kristallsaal des Schlosses eingerichteten Teststraße laufen indes ungehindert weiter. Bislang wurden nur ganz vereinzelt positive Covid-Fälle herausgefischt. Waidhofnerinnen und Waidhofner befanden sich bis Freitagvormittag nicht darunter.

5,7 Prozent der Waidhofner hatten bislang Corona

Nichtsdestotrotz stieg die Zahl der Infektionen in der Statutarstadt zuletzt wieder an. Nachdem man gegen Ende des strengen Lockdowns kurzzeitig bei nur noch zwei infizierten Personen gelegen war, hielt man am Donnerstag bei 18 aktiven Fällen. 16 waren es am Sonntag. Am Mittwochs stieg die Zahl auf 20 an. Sechs Neuinfektionen kamen von Sonntag bis Donnerstag hinzu. Vier Personen wurden im selben Zeitraum wieder gesund, 15 in Quarantäne geschickt. Mit Stand Donnerstag verzeichnete man in der Statutarstadt seit Ausbruch der Pandemie 639 Covid-Infektionen.  Das sind rund 5,7 Prozent der Waidhofner Bevölkerung.

Die Sieben-Tage-Inzidenz (Covid-19-Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen im Verhältnis zu 100.000 Einwohnern) lag in Waidhofen am Freitag bei 133,7.

„Nach dem Lockdown-Ende steigen die Zahlen nun wieder“, sagt Bürgermeister Krammer. „Nichtsdestotrotz funktioniert die Nachverfolgung der Infektionsketten gut. Cluster haben wir bislang keine. Eine Rolle spielen aber Ansteckungen im Familienverbund.“

Inzidenz im Bezirk weiter unter 100

Unter 100 blieb die Sieben-Tage-Inzidenz hingegen im Bezirk Amstetten. Hier hielt man am Freitag bei 80,7, am Montag waren es noch 91.

In den Ybbstalgemeinden hat sich die Corona-Situation zuletzt unterschiedlich entwickelt. In Allhartsberg verzeichnete man am Donnerstag nur noch zwei infizierte Personen, am Montag waren es noch drei. Immer noch sieben aktive Fälle zählte man am Freitag in Sonntagberg. In Kematen erhöhte sich die Zahl seit Montag von sieben auf acht.

Nicht mehr Corona-frei ist man in Ybbsitz. Im Laufe der Woche kamen zwei Neuinfektionen hinzu. In Opponitz gab es am Freitag wie am Montag einen Covid-Fall Auch in Hollenstein galt am Freitag noch eine Person als Covid-positiv.