Der Beta-Campus gedeiht. Seit Herbst 2019 konnten am Beta-Campus ein Eventraum, eine Lounge, ein „IdeaLab“, ein Werkstättenbereich sowie vier weitere Coworking-Plätze errichtet werden.

Von Lisa Hofbauer. Erstellt am 29. November 2020 (06:44)

Ein Jahr ist es her, seit der Beta-Campus den Zuschlag zur Umsetzung einer von vier Innovationswerkstätten in ganz Österreich bekommen hat. Im Rahmen dieser Förderung stellt die österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) rund 400.000 Euro über einen Zeitraum von drei Jahren für den Ausbau, neue Projekte und Dienstleistungen am Beta-Campus zur Verfügung.

Seit der Förderzusage ist am Beta-Campus auf der Zell einiges geschehen: So konnte im Herbst 2019 das bis dahin leer stehende erste Obergeschoß in einen Veranstaltungsraum für bis zu 70 Personen umgebaut werden. Daneben wurden auch ein weiterer Projekt- und Besprechungsraum (das sogenannte „IdeaLab“) sowie ein gemütlicher Loungebereich eingerichtet.

Des Weiteren wurden im ersten Stock bereits erste bauliche Maßnahmen für einen Werkstättenbereich vorgenommen. Dort sollen bald eine mechanische sowie elektronische Werkstatt und ein Studio für Fotografie, Video sowie Virtual und Augmented Reality einziehen. Die Werkstätten und das Studio werden den Unternehmern sowie Schulen und Partnern des Beta-Campus künftig zur Verfügung stehen. Bereits in Betrieb ist ein 3D-Drucker, an dem Unternehmen die Möglichkeit haben, kostengünstig Teile per 3D-Druck zu produzieren.

Planung für Umbau des Fabriksgebäudes läuft

Auch im Dachgeschoß der ehemaligen Bene-Bürgerhäuser hat sich einiges getan: Hier konnten die Coworking-Flächen um vier Arbeitsplätze erweitert werden. Ein weiterer Ausbau ist aufgrund der steigenden Nachfrage bereits in Planung. „Der Ausbau und die Weiterentwicklung des Beta-Campus sind ein laufender Prozess. Derzeit ist der Umbau des ehemaligen Fabriksgebäudes bereits in Planung. Gleichzeitig entstehen viele spannende neue Projektideen“, sagt Community Managerin des Beta-Campus, Verena Brandstetter. „Im vergangenen Jahr konnten wir neun neue Mitglieder begrüßen.“

Einige der Projektideen und Formate, die am Beta-Campus bereits in die Tat umgesetzt werden konnten, sind etwa ein „Lehre mit Matura“-Kurs, das „Summercamp-4-Kids“, die „Morning Talks“ sowie die „Open Innovation Challenge“.

Aktuell wird der „Lehre mit Matura“-Kurs am Beta-Campus bereits in der zweiten Runde angeboten. 20 Lehrlinge aus den Betrieben der Region haben hier die Möglichkeit, berufsbegleitend die Matura zu absolvieren.

Das „Summercamp-4-Kids“ war ein lehrreicher Workshop, der für Acht- bis 13-Jährige am Beta-Campus von der Zukunftsakademie Mostviertel durchgeführt wurde. Zusätzlich wurde in den Herbstferien erstmals auch eine Ferienbetreuung für Kinder angeboten. Das Kinderbetreuungsangebot soll laufend erweitert werden.

Im Rahmen der „Morning Talks“ werden kostenlos Fachinputs zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, wie etwa 3D-Druck, agiles Management oder Augmented Reality, angeboten. Zusätzlich besteht für die Mitgliedsbetriebe sowie für alle Interessierten die Möglichkeit, zu netzwerken und sich auszutauschen.

65 Zukunftsideen bei Challenge eingereicht

Bei der „Open Innovation Challenge“ konnten Ideen für die Weiterentwicklung des Beta-Campus eingereicht werden. Insgesamt wurden 65 Ideen vom Sommer bis in den Herbst hinein abgegeben. Bewertet wurden die innovativen Vorschläge von der Community sowie von einer Jury. Die Gewinner werden im Dezember bekannt gegeben und ihre Ideen in die weitere Planung des Beta-Campus miteinbezogen. Alle Ideen sind online auf beta-campus.at/challenge/ zu finden.

„Neben der Vernetzung und dem Austausch mit der regionalen Wirtschaft ist auch das Miteinbeziehen der Anrainer in die Weiterentwicklung des Beta-Campus wesentlich“, sagt Brandstetter. Aus diesem Grund lud man im August zu einer umfassenden Infoveranstaltung, bei der sich Anrainer über den Beta-Campus, aktuelle Projekte und weitere Vorhaben informieren konnten. Auch im nächsten Sommer soll wieder eine derartige Veranstaltung stattfinden.