Feuerwehrmann fasste wegen Brandstiftung Strafe aus. 17-jähriger Feuerwehrmann setzte Abfallcontainer in Flammen, weil er sich gehänselt fühlte. Beim Löschen half er mit.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 07. August 2019 (04:35)
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„Ich wurde von Burschen gehänselt, denen wollte ich zeigen, dass ich auch etwas kann“, erklärt ein 17-Jähriger vor Gericht, warum er in Waidhofen Abfallcontainer in Brand gesetzt hat.

Fünf Mal schlug der Teenie zu: Mit einem Feuerzeug zündete er zu Silvester 2018 einen Papiercontainer an, dann am 4. Jänner darauf einen Restmüllcontainer und am 8. Februar einen Altpapiercontainer. In der Nacht von 9. auf 10. Februar brannte beim Bundesrealgymnasium ein ebensolcher und am 10. Februar ein weiterer bei einer Müllinsel.

Beim Löschen war der Bursche gleich zur Stelle. „Der Angeklagte war ja bei der Feuerwehr und hat sich schnell in Uniform geworfen“, weiß der Richter. Der 17-Jährige wurde bald als Täter ausgeforscht: „Weil ich immer der Erste im Feuerwehrhaus war“, sagt er. Für einen Schaden von rund 3.500 Euro muss er geradestehen.

Richter: "Keine Lausbubenstreiche“

Strenge fordert der Staatsanwalt im Prozess am Landesgericht. „Brandstiftung ist ein Kapitalverbrechen. Der Angeklagte hat sich damit abgefunden, dass Flammen auf Gebäude übergreifen hätten können. Und es ist ihm um Profilierungssucht gegangen“, meint der Ankläger.

Um Milde bittet der Verteidiger. „Mein Mandant ist extrem reumütig, er hat bei der Polizei gleich ,Hände hoch‘ gemacht.“

Für den 17-Jährigen setzt es zwei Jahre bedingt verhängte Freiheitsstrafe (nicht rechtskräftig). „Das waren keine Lausbubenstreiche“, begründet der Richter das Urteil.