Filmzuckerl startet mit Doku-Film. Am 4. August wird der österreichische Dokumentarfilm „Born in Evin“ im Schlosshof in Waidhofen gezeigt.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 30. Juli 2020 (04:48)
Der Verein Filmzuckerl zeigt am 4. August die Doku„Born in Evin“ von Regisseurin Maryam Zaree.
Stadtkino Filmverleih

Zwischen 4. und 25. August wird der Waidhofner Schlosshof wieder zu einem Kinosaal unter Sternen. Der Verein Filmzuckerl lädt in Kooperation mit der Stadt Waidhofen im Rahmen der Sommerkino-Initiative des Landes NÖ wieder zum Schlosshofkino. Heuer liegt der Schwerpunkt auf dem österreichischen Film: An vier Dienstagabenden werden vier Produktionen gezeigt, die die Vielfalt des heimischen Filmschaffens unter Beweis stellen.

Am ersten Dienstag, 4. August, 21 Uhr, zeigt der Verein Filmzuckerl in Kooperation mit dem Weltladen Waidhofen den Dokumentarfilm „Born in Evin“. In ihrem bewegenden und herzerwärmenden Dokumentarfilm begibt sich Regisseurin Maryam Zaree auf die Suche nach ihren eigenen Wurzeln.

Maryam Zaree wurde 1983 in Teheran geboren. Als Zaree zwei Jahre alt war, flüchtete ihre Mutter mit ihr nach Deutschland. Sie wuchs in Frankfurt am Main auf, studierte Schauspiel in Potsdam-Babelsberg und war in den letzten Jahren in zahlreichen Spielfilmen („Transit“, „Systemsprenger“), TV-Serien („Tatort“) und Theaterproduktionen zu sehen.

„Born in Evin“ ist Zarees Debütfilm. Der Film erzählt die Geschichte der Regisseurin, die sich auf die Suche nach den gewaltvollen Umständen ihrer Geburt in einem der berüchtigtsten politischen Gefängnisse der Welt macht. Vor 40 Jahren wurden der Shah und mit ihm die iranische Monarchie gestürzt. Ayatollah Khomeini, der neue religiöse Führer, ließ nach seiner Machtergreifung Zehntausende von politischen Gegnern verhaften und ermorden. Unter den Gefangenen waren auch die Eltern der Filmemacherin, die nach Jahren im Gefängnis überlebt haben und nach Deutschland fliehen konnten. Innerhalb der Familie konnte nie über die Verfolgung und das Gefängnis gesprochen werden. Maryam Zaree stellt sich dem jahrzehntelangen Schweigen, trifft andere Überlebende, spricht mit Experten und sucht nach Kindern, die im gleichen Gefängnis wie sie geboren wurden. Dabei versucht sie, Antworten auf ihre persönlichen wie politischen Fragen zu finden.

Aufgrund der Corona-Beschränkungen gibt es heuer nur Vorverkaufstickets. Diese sind im Weltladen sowie auf www.ntry.at erhältlich. Die Plätze werden dann fix zugeteilt. Auch Schlosswirt-Gastro-Tickets sind nur über den Ticketvorverkauf erhältlich.