Geburtstag von Roland Batik: Zur Feier ein Konzert

Roland Batik feierte im Schloss in Waidhofen/Ybbs mit Musikern, Schülern und Freunden den 70er.

NÖN Redaktion Erstellt am 22. September 2021 | 04:27

Feiner hätte die Feier nicht gelingen können, zu der die Stadt und der Musikschulverband Waidhofen-Ybbstal Roland Batik anlässlich dessen 70. Geburtstags am Sonntagnachmittag in den edlen Rahmen des Kristallsaals im Schloss Rothschild geladen hatten. Dass ein Vollblutmusiker wie Roland Batik sich dabei die Regie nicht aus der Hand nehmen ließ, war wohl zu erwarten gewesen und adelte den Nachmittag ganz besonders.

Denn bevor das Roland Batik Trio – Roland Batik (Klavier), Heinrich Werkl (Kontrabass) und Walter Grassmann (Schlagzeug) – sich mit ausgewählten Stücken durch die eigene Geschichte spielte, bot der Maestro Schülern die Bühne und den Lead am Bösendorfer Flügel.

Mit dem Welthit „Girl from Ipanema“ spannte das Trio gemeinsam mit Maximilian Pillgrab den Bogen von Antônio Carlos Jobims brasilianischer Klangwelt hin zum Jazz-Standard „Autumn Leaves“.

Spannend interpretierte das Trio in der Folge mit Maria Helm „Black Orpheus“ von Luiz Bonfa, die Ballade „It’s always you“ und Charlie „Bird“ Parkers „Blues for Alice“. Über zwei „Exercises“ von Charly Parker ging es mit Mathias Daniel und dem Batik-Trio weiter, bevor der kongeniale Interpretationslehrer den musikalischen Bogen über modale Improvisation zu Duke Ellingtons „Satin Doll“ zu Ende führte.

Den zweiten Teil des Konzerts bildeten feine Stücke aus Batiks Feder und allen seinen Schaffensperioden. Ausgehend von „Roots“, einer von Batiks allerersten Kompositionen, die er seinerzeit als Aufnahmsprüfung im Konservatorium vorgelegt hatte, über „Can You Feel It“ aus dem Jahr 1995 und „Still Alive“ landete man bei der sanften Musik seines Stücks „Pinacolada“. Als Zugabe reichten die Musiker Batiks „ganz persönliche Hymne“: „Blues in F“.

Parlamentspräsident Wolfgang Sobotka, den mit Roland Batik nicht nur die Musik und dessen Auftritte mit dem Waidhofner Kammerorchester, sondern auch Jahre persönlicher Freundschaft verbinden, brachte auf den Punkt, was viele fühlten: „Ein Musiker von so internationalem Rang, der sich Zeit nimmt, in der Musikschule Improvisationsunterricht zu geben, ist eine beeindruckende Persönlichkeit per se.“