Giftiger Eisenhut in Beet vor Schule. Stadt pflanzte irrtümlich giftige Pflanze vor Schule an. Mutter bemerkte dies und informierte Elternverein.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 27. November 2019 (03:45)
Am Freitag der Vorvorwoche konnte man die charakteristischen Blüten des Eisenhuts noch in dem Beet vor der Schule bewundern.
privat

Der Blaue Eisenhut (Aconitum napellus) zählt zu den giftigsten Pflanzen Europas. Schon durch Berührung können Hautentzündungen und schwere Vergiftungen auftreten. Normalerweise wächst die Pflanze mit den charakteristischen Blüten, denen sie ihren Namen verdankt, in den gebirgigen Regionen Europas bis in Höhen von über 2.000 Meter.

In Waidhofen allerdings befanden sich Eisenhut-Pflanzen bis letzte Woche noch gleich neben einem Birnenbaum in einem stadteigenen Beet direkt vor dem Schulzentrum in der Plenkerstraße – und das, obwohl gemeinhin empfohlen wird, die Pflanze von Kindern fernzuhalten.

Als eine aufmerksame Mutter bemerkte, was da in dem Beet vor der Schule wuchs, verständigte sie den Elternverein. Dieser informierte die Schule und diese wiederum die Gemeinde. Gegenüber der NÖN bestätigten mehrere Biologen, dass es sich bei der Pflanze um Eisenhut handle. Am Donnerstag der Vorwoche wurden die giftigen Pflanzen schließlich aus dem Beet entfernt. Seitens der Stadt bedauert man den Vorfall zutiefst. „Der Eisenhut vor der Schule wurde nach Bekanntwerden seitens der Stadt sofort entfernt“, heißt es aus dem Magistrat.

Am Donnerstag in der Früh befanden sich die mittlerweile bereits verblühten Pflanzen noch immer in dem Beet vor dem Schulzentrum. Wenig später wurden sie entfernt.
Kössl

Nach dem Konzept von Landschaftsplanerin Karin Standler sei Eisenhut im Andachtsgarten am Buchenberg angepflanzt worden, heißt es weiter. Allerdings umgebe den Garten ein Zaun. Bei der Bepflanzung dort seien Pflanzen übrig geblieben, welche dann im Beet vor der Schule angepflanzt worden seien.

„Es ist aber klar, dass eine derartige Pflanze vor einer Schule offen zugänglich nicht hingehört“, heißt es aus dem Magistrat. „Mit den Verantwortlichen gab es bereits ein ernstes Gespräch.“ Zum Glück sei niemand zu Schaden gekommen.