Herbstkonzert von Kammerorchester und Chor begeisterte. Kammerorchester und Cantores Dei gaben C-Dur-Messe und „Egmont“-Ouvertüre.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 14. Oktober 2020 (03:03)

Das heuer weltweit gefeierte Beethoven-Jubiläumsjahr begingen das Kammerorchester und der Chor Cantores Dei mit einem besonderen Herbstkonzert. Zwar hatten die Corona-Bedingungen und die laufende Renovierung der Basilika am Sonntagberg Gastaufführungen unmöglich gemacht, dafür konnten Musikfreunde in Waidhofen am Sonntag aus gleich zwei Terminen im Schlosscenter wählen, bei denen die mächtige Messe in C-Dur, op. 86, und die „Egmont“-Ouvertüre zur Aufführung gebracht wurden. Bedrohung, Unterdrückung, Aufbegehren und Freiheitskampf hat Beethoven in die „Egmont“-Ouvertüre gelegt, Emotionen, die vom Orchester fein ausgestaltet wurden.

Alle Dimensionen von Beethovens C-Dur-Messe - viel seltener zu hören als die in den Konzertsälen des Jubiläumsjahres allgegenwärtige Missa solemnis, - entfalteten Solisten, Cantores Dei und Orchester unter dem fordernden Dirigat von Wolfgang Sobotka als wahre Pracht.

Die Solistinnen und Solisten brillierten. Schlichtweg wunderbar Ildikó Raimondi, dem Kammerorchester bereits mehrfach verbunden, begeisterte sie das Publikum und war gemeinsam mit der beachtlichen Mezzosopranistin Ruxandra Donose eine musikalischer Hochgenuss.

Herausragend bei Stimme war Michael Nowak. Dem Waidhofner Publikum ist er aus Messen und Oratorien längst ein Begriff, er begeisterte mit Klarheit, Sicherheit und Volumen seiner gepflegten Tenorstimme. Bestens harmonierte er mit den feinen Bariton Günter Haumer.

Anita Auer hat den coronagetesteten Chor bestens vorbereitet (Welche Macht!). Sobotka gelang es, Solisten, Orchester und Chor zu einem stupenden Klangkörper zu verschmelzen. Ein grandioses Erlebnis!